Baufinanzierungsjahr 2026: Realismus trifft auf robusten Wohntraum
Während das Jahr 2025 von verbesserten Leistbarkeiten geprägt war, rechnet Interhyp für das kommende Jahr mit einer moderaten Verteuerung von Krediten und Immobilien. Ein Comeback der Neubauförderung und der unverändert hohe Wunsch nach Wohneigentum bleiben die zentralen Stützen des Marktes.
Rückblick 2025: Erholung mit herbstlichem Dämpfer
Das Jahr 2025 stand im Zeichen einer deutlichen Marktbelebung. Getrieben durch Zinsen spürbar unter der 4-Prozent-Marke, gestiegene Reallöhne und Immobilienpreise unterhalb der Rekordwerte von 2022, fand eine breite Käuferschicht zurück in den Markt. „Der angespannte Mietmarkt hat den Kauf für viele zur notwendigen und attraktiven Alternative gemacht“, resümiert Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin der Interhyp Gruppe. Erst im Herbst 2025 verlangsamte sich die Dynamik leicht: Geopolitische Unsicherheiten und ein leichter Zinsanstieg zum Jahresende sorgten für eine vorübergehende Zurückhaltung der Haushalte.
Ausblick 2026: Erst Seitwärtsbewegung, dann moderates Wachstum
Für den Start in das Jahr 2026 prognostiziert Interhyp zunächst eine Seitwärtsbewegung. Im weiteren Verlauf dürfte das Marktgeschehen jedoch wieder anziehen, wenn auch weniger rasant als im ersten Halbjahr 2025. Die fundamentale Nachfrage bleibt laut der aktuellen Interhyp-Wohntraumstudie ungebrochen hoch. „Die Phase der Preiskorrekturen scheint abgeschlossen“, so die Einschätzung. In den Metropolen ist aufgrund des knappen Angebots mit weiter anziehenden Preisen zu rechnen. Bei den Zinsen für zehnjährige Darlehen erwartet Interhyp - bedingt durch höhere Staatsausgaben und steigende Kapitalmarktrenditen - eine Entwicklung in Richtung der 4-Prozent-Marke.
Handlungsempfehlungen für Kaufinteressierte
Für das Jahr 2026 empfiehlt Interhyp eine strategische Herangehensweise an die Baufinanzierung:
- Zinsvorteile kurzer Laufzeiten prüfen: Nutzen Sie die günstigeren Konditionen von 5- bis 10-jährigen Zinsbindungen, um die monatliche Belastung zu senken, sofern Ihre Haushaltsrechnung dies zulässt.
- Förder-Check 2026: Prüfen Sie frühzeitig die neue KfW-55-Förderung. Die Kombination aus zinsverbilligten Darlehen und erneuerbaren Energien ist ein wesentlicher Hebel für die Leistbarkeit im Neubau.
- Flexibilität sichern: Vereinbaren Sie Sondertilgungsoptionen, um bei künftigen Einkommenssteigerungen oder Erbschaften die Restschuld schneller zu reduzieren.
- Marktgeschwindigkeit beachten: Da die Preise in Ballungsräumen wieder anziehen, sollten Käuferinnen und Käufer ihre Finanzierungsbestätigung bereits vor der intensiven Objektsuche vorbereiten, um bei Besichtigungen sofort handlungsfähig zu sein.
„Das Jahr 2026 wird kein Selbstläufer, bietet aber für realistisch kalkulierende Käuferinnen und Käufer große Chancen“, erklärt Mirjam Mohr. „Wir sehen ein Ende der Schnäppchenjagd. Wer jetzt kauft, tut dies in einem Markt, der sich stabilisiert hat. Der Schlüssel zum Eigenheim liegt 2026 mehr denn je in einer intelligenten Finanzierungsstruktur, die staatliche Förderungen und flexible Tilgungsoptionen konsequent nutzt.“