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Baugenehmigungen steigen deutlich – strukturelles Wohnungsdefizit bleibt

Im Februar 2026 wurden in Deutschland 22.200 Wohnungen genehmigt – ein Plus von 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Trotz des Aufwärtstrends bleibt das strukturelle Defizit auf dem Wohnungsmarkt erheblich.

Author: Helen Linder
von Helen Linder in München, publiziert am 22.04.2026
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Ein neugebautes Haus ohne Putz symbolisiert Baugenehmigungen.
Der Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen in Deutschland hält an. Im Februar 2026 wurden 22.200 neue Wohnungen genehmigt – ein Anstieg von 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Zeitraum Januar bis Februar 2026 summierten sich die Genehmigungen auf 41.700 Einheiten, was einem Plus von 16,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Die positive Entwicklung ist jedoch mit Einschränkungen zu bewerten. Die Stimmung in der Bauwirtschaft hat sich zuletzt durch den Iran-Konflikt und die damit verbundenen Kostensteigerungen wieder eingetrübt. Darüber hinaus ist offen, wie viele der erteilten Genehmigungen tatsächlich zur Ausführung kommen. Hinzu kommt, dass Baugenehmigungen erst mit erheblichem Zeitverzug zu einer spürbaren Entlastung auf dem Wohnungsmarkt beitragen.

Das strukturelle Defizit bleibt trotz des positiven Trends erheblich: Aktuell fehlen in Deutschland rund 1,4 Millionen Wohnungen. Um diese Lücke nachhaltig zu schließen, wären dauerhaft 400.000 neue Einheiten pro Jahr erforderlich – ein Niveau, das trotz der jüngsten Zuwächse noch nicht erreicht wird. Für eine dauerhafte Trendwende braucht es nach Einschätzung von Expertinnen und Experten eine konsequente Wohnungsbaupolitik, die Investoren und Bauträgern langfristige Planungssicherheit bietet.