EH55-Förderung: Bund stockt Fördertopf um 250 Millionen Euro auf
von Helen Linder, Teamleiterin FinanzierungsberatungDas Budget für die EH55-Förderung war fast aufgebraucht, nun hat die Bundesregierung nachgelegt: Weitere 250 Millionen Euro sollen sicherstellen, dass das Programm bis zum Jahresende weiterlaufen kann. Wie es 2027 weitergeht, ist dagegen weiterhin offen.
Zuletzt hatten wir berichtet, dass die Mittel für die EH55-Förderung zur Neige gehen. Von den ursprünglich rund 800 Millionen Euro standen zuletzt nur noch 69 Millionen Euro zur Verfügung. Nun reagiert die Bundesregierung und stellt zusätzliche 250 Millionen Euro bereit. Damit kann das Programm bis zum Jahresende fortgeführt werden.
Die zusätzlichen Mittel sichern zunächst die Fortsetzung des Programms. Ein Förderstopp noch vor Jahresende ist damit abgewendet, und bereits genehmigte Bauvorhaben können weiter umgesetzt werden. Unklar bleibt allerdings, wie es 2027 weitergeht. Die angekündigte neue Förderstruktur mit zwei zentralen KfW-Programmen für Neubau und Bestand soll erst 2027 starten. Wird die bestehende Förderung nicht bis dahin fortgeführt, droht nach dem Jahreswechsel die nächste Förderlücke.
Die Aufstockung ist ein positives Signal für den Wohnungsbau. Entscheidend ist nun, langfristige Planungssicherheit zu schaffen, denn Wohnungsbauprojekte werden über Jahre entwickelt und finanziert. Aus genehmigten Projekten werden nur dann gebaute Wohnungen, wenn die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen verlässlich bleiben.
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