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Immobilienpreise 2018: Experten erwarten Fortsetzung des Aufwärtstrends

Aktuelle Studien prognostizieren: Eine Fortsetzung der Binnenwanderung in Ballungsräume und unzureichende Neubautätigkeit führen dazu, dass vielerorts die Immobilienpreise auch 2018 weiter steigen.

Immobilienpreise dürften auch in diesem Jahr weiter steigen, vor allem in Ballungszentren.

Immobilienpreise dürften auch in diesem Jahr weiter steigen, vor allem in Metropolen wie Berlin.

(München, 17.01.2018) Nach den anhaltenden Steigerungen der Immobilienpreise in den vergangenen Jahren stellen sich viele Experten und Marktteilnehmer zum Jahresbeginn die Frage, ob das Jahr 2018 eine Trendwende an den deutschen Immobilienmärkten einleitet. Der aktuelle Deutschland-Monitor zum deutschen Häuser- und Wohnungsmarkt 2018 von Deutsche Bank Research geht von steigenden Kaufpreisen und Mieten in den betrachteten Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart aus. Die Angebotsknappheit am Häusermarkt und der sehr gute Arbeitsmarkt bleiben demnach die dominierenden Preistreiber. Gedämpft werden könnte die Nachfrage im Jahr 2018 zum Beispiel durch die hohen Preise.

Auch der Immobilienexperte Stefan Mitropoulos, Leiter der Konjunktur- und Immobilienanalyse bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), sieht trotz hoher Preise keine Anzeichen für stärkere Preisrückgänge. "Die Preise für deutsche Wohnimmobilien werden 2018 weiter zulegen, da sich an den Treibern des langjährigen Aufschwungs grundsätzlich nichts ändert", so seine Prognose für das neue Jahr.

Neben den immer noch günstigen Finanzierungszinsen betrachtet die Landesbank den Bevölkerungszuwachs und die ungebrochene Binnenwanderung in Richtung Ballungszentren als Hemmnisse für eine Entspannung der Immobilienmärkte in den Großstadtregionen. Darüber hinaus führe die begrenzte Kapazität der Bauwirtschaft dazu, dass die Fertigstellung von neuem Wohnraum hinter der Nachfrage zurückbleibe.

Den rückläufigen Trend beim Neubau bestätigt der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) unter Berufung auf die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. So sei in Deutschland die Zahl der neu genehmigten Wohnungen in den ersten neun Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent zurückgegangen. "Wir benötigen schnellere Grundstücksvergaben, Baugenehmigungsverfahren und neue Anreize für den Wohnungsbau", fordert ZIA-Präsident Andreas Mattner.

Gleichwohl geht die Helaba davon aus, dass dem bundesweiten Bedarf von 400.000 neuen Wohnungen im Jahr 2018 lediglich ein Angebot von 320.000 Fertigstellungen gegenübersteht. Weiter steigende Hauspreise vor allem in den Ballungsräumen seien die Folge. Allenfalls könne es in besonders hochpreisigen Innenstadtlagen zu einer Begrenzung des Preisanstiegs kommen, wenn sich viele Interessenten den teuren Wohnraum nicht mehr leisten könnten. Dies könne dann dazu führen, dass Käufer verstärkt in die Außenlagen ausweichen.


Redaktion: Thomas Hammer