Bauförderung durch KfW-Bank wird umgestellt
Viele Bau- und Kaufwillige setzen auf Fördermittel als wichtigen Baustein ihrer Immobilienfinanzierung. Hier stehen laut KfW-Bank Änderungen an. Ab wann die neuen Förderbedingungen gelten, ist noch unklar. Immobilieninteressierte sollten deshalb nicht abwarten und ihren Antrag zeitnah stellen, um von den aktuellen Förderbedingungen zu profitieren.
Die bundeseigene KfW-Bank ist für viele Bau- und Kaufwillige das wichtigste Förderinstitut. Für besonders klimafreundliche Neubauten und Modernisierungen sowie für Maßnahmen, die Barrieren reduzieren und die Einbruchsicherheit erhöhen, gibt es zahlreiche Förderprogramme mit zinsgünstigen Darlehen, Tilgungszuschüssen und Zuschüssen. Für Immobilieninteressierte ist es jedoch ohne fachkundige Beratung nicht einfach, den Überblick zu behalten. Deshalb hat die KfW-Bank jetzt angekündigt, die Förderlandschaft zu vereinfachen. Im Laufe des Jahres sollen alle Förderprogramme in zwei Basisprogramme zusammengefasst werden: eines für den Neubau und eines für den Bereich Bestand/Modernisierung. Diese Umstellung soll den „Kundinnen und Kunden die KfW-Angebote zugänglicher machen und für eine verlässliche, planungssichere und attraktive Förderung sorgen.“ Details zur geplanten Struktur der beiden Programme wurden noch nicht genannt. Offen bleibt auch, ob die Förderung von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bestehen bleibt oder in die neue KfW-Förderlandschaft integriert werden wird. Ebenso ist unklar, ab wann die Umstrukturierung greift. Die KfW-Bank spricht einerseits davon, dass die Förderlandschaft „im laufenden Jahr“ umgebaut werden soll. Andererseits sollen die Änderungen „ab dem kommenden Jahr“ gelten.
Bis zur Umsetzung können Kauf- und Bauinteressierte die bestehenden Förderprodukte nutzen. Davon haben im vergangenen Jahr viele KfW-Kundinnen und -Kunden Gebrauch gemacht. Wie die KfW mitteilt, stellte die Förderbank im letzten Jahr 17,7 Milliarden Euro für den Förderschwerpunkt Energieeffizienz und erneuerbare Energien zur Verfügung (2024: 14,4 Milliarden Euro). Besonders im vierten Quartal hat die Nachfrage in den Förderprogrammen „Klimafreundlicher Neubau“ (KfW Programm 297) und „Bundesförderung für effiziente Gebäude (Programme 261 Sanierung und 458 Heizungstausch) angezogen. Allein für die Heizungsförderung hätten rund 375.000 private Antragstellende über 5,2 Milliarden Euro zugesagt bekommen.
Äußerst gefragt war laut KfW-Bank auch die erst am 16. Dezember 2025 wiederaufgenommene, befristete Förderung des „Effizienzhaus 55“-Standards für Neubauten. Bis zum Jahresende 2025 sei die Errichtung von über 14.000 neuen Wohneinheiten mit rund 1,4 Milliarden Euro gefördert worden. Das Bundesbauministerium beziffert die Kreditzusagen im Programm Klimafreundlicher Neubau (KfW 297) für 36.747 Wohneinheiten auf rund 4,5 Milliarden Euro. Deutlich weniger nachgefragt waren die KfW-Programme Wohneigentum für Familien (KfW 300) mit einem Kreditvolumen von 843,5 Millionen Euro für 4.554 Wohneinheiten sowie das Programm Jung kauft Alt, mit dem lediglich 690 Wohneinheiten gefördert wurden (80 Millionen Euro). Rückläufig war nach KfW-Angaben die Nachfrage beim „Wohneigentumsprogramm“ (KfW 124), für das die KfW-Bank 2025 rund 5,1 Milliarden Euro an Krediten zusagte (2024: 5,3 Milliarden Euro).
Verwendete Quellen
- KfW: KfW-Jahresauftakt-Pressekonferenz: KfW richtet Fördergeschäft neu aus
- Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: BMWSB informiert: Bilanz der Förderprogramme für Neubau, Eigentumserwerb und Genossenschaften im Jahr 2025