
Immobiliensuche mit Maklerin oder Makler
Alles zur Wahl des passenden Maklerbüros, zu wichtigen Maklerleistungen und den damit verbundenen Kosten.
Das Wichtigste in Kürze
- Auswahl: Wählen Sie Ihr Maklerbüro sorgfältig. Prüfen Sie das aktuelle Angebot sowie Referenzen, Bewertungen und Zertifizierungen.
- Transparenz: Gute Maklerbüros kommunizieren bei der Erstberatung ihr Provisionsmodell, ihre Arbeitsweise sowie den Ablauf der Vermittlung.
- Immobilie: Über ein Maklerbüro erhalten Sie einen umfassenden Überblick über den Immobilienmarkt sowie detaillierte Unterlagen zu Ihrem Wunschobjekt in Form eines Exposés.
- Kosten: Nach erfolgreicher Vermittlung ist eine Maklerprovision fällig. Sie beträgt in der Regel 7,14 % des Kaufpreises und wird meist hälftig zwischen Käufer- und Verkäuferseite aufgeteilt.
Immobilienkauf mit Maklerin oder Makler
Mit Unterstützung vom Profi geht die Suche nach der Traumimmobilie häufig schneller und zielgerichteter. Eine gute Maklerin oder ein erfahrener Makler kennt den Markt, kann Objekte sowie ihren Wert richtig einschätzen und begleitet Sie von Ihren ersten Wunschvorstellungen bis zum Einzug ins eigene Zuhause.
Immobilie über eine Maklerin oder einen Makler kaufen
Den Kauf des eigenen Zuhauses über ein Maklerbüro abzuwickeln, beinhaltet eine umfassende Begleitung. Dazu zählen unter anderem die ausführliche Vorbereitung von Exposé und Besichtigungsunterlagen oder auch die Organisation von Besichtigungsterminen.
Für die Abwicklung über ein Maklerbüro ist ein Maklervertrag erforderlich. Dieser enthält relevante Eckdaten zum Objekt, die Laufzeit des Vertrags, Provisionshöhe und Fälligkeit sowie den Tätigkeitsumfang des Maklerbüros. Der Vertrag kann formlos per Mail und ohne Unterschrift erfolgen. Bei Abschluss von Vermittlung und Kaufvertrag erhält das Maklerbüro eine Maklerprovision für seine Leistungen.
Kann man ein Maklerbüro beauftragen, ein Haus zu suchen?
Sie können nicht nur eine Immobilie finden, deren Verkauf über ein Maklerbüro abgewickelt wird – Sie haben auch die Möglichkeit, den Makler oder die Maklerin direkt mit der Haussuche zu beauftragen. Dazu definieren Sie gemeinsam mit dem Maklerbüro Ihre Suchkriterien wie Lage, Größe, Preis oder Art der Immobilie und schließen einen Suchauftrag ab.
Beachten Sie vor Abschluss eines Suchauftrags:
- Gebühr: Für den Suchauftrag rechnen einige Maklerbüros eine Pauschale ab. Erkundigen Sie sich vorab über die Höhe dieser Gebühr, sie ist in der Regel sofort fällig.
- Provision: Bei erfolgreicher Vermittlung fällt die Provision an. Entscheiden Sie sich für eine Immobilie, die das Maklerbüro exklusiv für Sie akquiriert hat und noch nicht zum Verkauf vorliegen hatte, liegt die Provision meist in voller Höhe bei Ihnen (keine 50/50-Teilung).
- Alleinauftrag: Vermeiden Sie, einen Ausschließlichkeitsvertrag zu unterzeichnen – dieser exklusive Suchauftrag bindet Sie über einen bestimmten Zeitraum an das Maklerbüro.
Tipp: Haussuche selbst gestalten und Kosten sparen
Wie Sie sich später auch entscheiden – es lohnt sich in jedem Fall, mit ersten Vorstellungen und Ideen vom eigenen Zuhause einen Blick in aktuelle Immobilienangebote zu werfen. Mit unserer Immobiliensuche haben Sie Zugriff auf mehr als 350.000 Objekte. Finden Sie schneller Ihr Wunschobjekt mit der plattformübergreifenden Immobilien-Suchmaschine von Interhyp.
Zum SuchauftragLohnt es sich, ein Maklerbüro zu beauftragen?
Ob sich ein Maklerbüro für Sie lohnt, hängt davon ab, was Ihnen wichtig ist. Wünschen Sie einen kompetenten Rundum-Service, perfekt vorbereitete Exposés und für Sie organisierte Termine – dann ist die Zusammenarbeit mit einem Maklerbüro das Richtige. Gestalten Sie Ihre Suche lieber selbst und möchten Sie Ihr Geld lieber zusammenhalten oder für ein paar nette Extras an Ihrer Immobilie ausgeben, sollten Sie besser auf die Maklerin oder den Makler und die damit verbundenen Provisionskosten verzichten.
Vorteile | Nachteile |
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Die Immobiliensuche mit Maklerbüro ist zwar teuer und hat einige Nachteile, bietet durch Fachwissen, Zeitersparnis und rechtliche Sicherheit aber auch Vorteile. In einigen urbanen und wirtschaftlich starken Regionen werden Kauf und Verkauf von Immobilien besonders häufig über Maklerbüros abgewickelt. In Bayern und Baden-Württemberg liegt der Anteil bei rund 75 % – hier kann es zur Herausforderung werden, ein geeignetes Kaufobjekt ohne Immobilienmaklerin oder -makler zu finden.
Eigene Immobiliensuche startenWie hoch sind die Maklerkosten?
Schließen Sie erfolgreich einen Kaufvertrag über eine vermittelte Immobilie ab, erhält das Maklerbüro eine Provision – die sogenannte Maklercourtage. Doch wie hoch ist diese Provision? Und wer zahlt die Maklerin oder den Makler beim Kauf?

Seit 23. Dezember 2020 gilt das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäuser“ (§§ 656a - 656d BGB). Es regelt, dass private Käufer nur noch höchstens die Hälfte der Provision bezahlen. Entscheidend ist dabei, dass die Immobilie von einer Privatperson zur Selbstnutzung oder als vermietete Kapitalanlage gekauft wird. Die Aufteilung gilt nicht für den Erwerb eines unbebauten Grundstücks, einer Gewerbeimmobilie oder eines vermieteten Mehrfamilienhauses. In der Regel liegt die Provision bei 7,14 % des Kaufpreises, sie geht je zur Hälfte zu Lasten der Käufer- und der Verkäuferseite. Die Höhe der Maklerprovision ist nicht einheitlich geregelt und unterscheidet sich in einigen Bundesländern. Grundsätzlich ist die Courtage verhandelbar.
Maklerkosten bei der Baufinanzierung
Die Maklerkosten sind ein Teil der Kaufnebenkosten. Diese setzen sich in der Regel zusammen aus:
- Grunderwerbssteuer: je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 % des Kaufpreises
- Notar- und Grundbuchkosten: etwa 2 % des Kaufpreises
- Maklerprovision: bei 50/50-Teilung 3,57 % des Kaufpreises + 19 % Mehrwertsteuer
Beachten Sie bei der Kalkulation Ihrer Finanzierung, dass Sie über genügend Eigenkapital verfügen sollten, um die Nebenkosten vollständig aus vorhandenen Rücklagen zu bezahlen. Nebenkosten schnell und einfach kalkulieren?
Hier geht’s zu unserem Grundbuch- und NotarkostenrechnerWann bezahle ich das Maklerbüro?
Die Maklerprovision wird bei der erfolgreichen Vermittlung und dem Abschluss des Kaufvertrags fällig. Die Höhe der Provision ist gesetzlich nicht festgelegt – in der Regel beträgt sie 7,14 % des Kaufpreises und wird hälftig zu je 3,57 % auf die Käufer- und die Verkäuferseite verteilt.
Wie vermeide ich doppelte Provisionszahlungen?
Gerade in Ballungsräumen sind oft sehr viele Maklerbüros am Markt – es scheint auf den ersten Blick sinnvoll, mehrere zu nutzen, um möglichst viele Immobilienangebote zu erhalten. Doch dabei ist Vorsicht geboten: Möglicherweise ist ein Objekt bei mehreren Maklerbüros zu finden. Haben Sie von einer Maklerin oder einem Makler dazu bereits ein Exposé erhalten, sollten Sie dies dem weiteren Maklerbüro sofort mitteilen. Wenn Sie von beiden Maklerbüro die Services – wie beispielsweise das Exposé – in Anspruch nehmen, kann es passieren, dass im Falle eines erfolgreichen Kaufs beide den Anspruch auf Provision erheben. Die Folge wären doppelte Provisionszahlungen. Diese Situation vermeiden Sie, wenn Sie die Provisionsfrage offensiv klären. Denkbar wäre zum Beispiel eine Freistellungsvereinbarung oder eine Vereinbarung über die Aufteilung der Provision zwischen den Anbietern.

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Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich das passende Maklerbüro?
Die Berufsbezeichnung „Makler“ oder „Immobilienmakler“ ist in Deutschland nicht geschützt. Es gibt keine offizielle Berufsausbildung, die Voraussetzung für die Tätigkeit ist. Allerdings ist für die gewerbliche Ausübung der Maklertätigkeit eine amtliche Erlaubnis nach §34c Gewerbeordnung erforderlich. Um diese zu erhalten, müssen angehende Maklerinnen und Makler verschiedene Nachweise wie ein sauberes Führungszeugnis und geregelte Vermögensverhältnisse erbringen. Vor einigen Jahren wurde zudem eine berufsbezogene Fortbildungspflicht eingeführt.
Um ein seriöses, zuverlässiges und kompetenten Maklerbüro auszuwählen, achten Sie auf:
- Referenzen: Werfen Sie einen Blick auf erfolgreich vermittelte Objekte des Maklerbüros.
- Empfehlungen: Erkundigen Sie sich im Bekanntenkreis und sichten Sie Online-Bewertungen.
- Qualifikationen und Zertifikate: Fragen Sie nach Zertifizierungen durch anerkannte Verbände wie Immobilienverband Deutschland (IVD), Ring Deutscher Makler (RDM) oder Bundesverband für die Immobilienwirtschaft (bvfi).
- Transparenz: Lassen Sie sich vom Maklerbüro seine Arbeitsweise erklären, die Kostenstruktur aufzeigen sowie Kooperationen mit Sachverständigen- oder Energieeffizienzbüros.
- Ortskenntnis: Wählen Sie ein Maklerbüro, das die Region und die örtlichen Gegebenheiten kennt.
Welche Unterlagen sollte mir das Maklerbüro vorlegen?
Ein aussagekräftiges Exposé enthält neben Fotos und Grundriss auch Angaben zu Baujahr, Zustand und Energieeffizienz. Bei Eigentumswohnungen kommen Unterlagen zur Eigentümergemeinschaft hinzu. Fehlt etwas, fragen Sie aktiv nach – vollständige Unterlagen sind auch für Ihre Finanzierung wichtig.
Was passiert mit der Provision, wenn der Kauf platzt?
Die Maklerprovision ist grundsätzlich erfolgsabhängig: Kommt kein Kaufvertrag zustande, entsteht in der Regel auch kein Provisionsanspruch. Entscheidend ist aber, was im Maklervertrag steht – manche Verträge sehen Aufwandspauschalen vor oder knüpfen die Zahlung bereits an den Nachweis eines Objekts. Anders liegt der Fall, wenn der Kaufvertrag bereits notariell beurkundet wurde: Wird er danach wieder aufgelöst, bleibt die Provision meist fällig. Prüfen Sie den Maklervertrag daher genau und lassen Sie sich im Zweifel rechtlich beraten.
Ihre Frage war nicht dabei? Auf unserer Hilfeseite finden Sie weitere Antworten – oder schreiben Sie uns direkt über unser Kontaktformular.
