Bauzinsen & Förderkredite: Trotz teilweiser Erhöhung immer noch günstig

Im Zuge der Corona-Pandemie kam es zu heftigen Bewegungen an den Finanzmärkten. Auch die Zinsen für Baufinanzierungen sind volatiler und haben sich zuletzt leicht nach oben bewegt. Die staatliche Förderbank KfW hat kürzlich bei einigen Programmen die Zinsen angepasst. Insgesamt bleiben die Konditionen vergleichsweise günstig.

Zuletzt aktualisiert am 16.04.2020

Im Zuge der Corona-Pandemie kam es zu heftigen Bewegungen an den Finanzmärkten. Auch die Zinsen für Baufinanzierungen sind volatiler und haben sich zuletzt leicht nach oben bewegt. Die staatliche Förderbank KfW hat kürzlich bei einigen Programmen die Zinsen angepasst. Insgesamt bleiben die Konditionen vergleichsweise günstig.

Die Bauzinsen sind leicht gestiegen, auch in einigen KfW-Programmen gab es leichte Anpassungen. Insgesamt sind die Zinsen aber noch relativ günstig.

(München, 16.04.2020) Die Zinsen für Immobilienkredite sind im Zuge der Corona-Krise volatiler als üblich, berichtet Interhyp. Trotz des leichten Konditionsanstiegs in den letzten Wochen finden Immobilieninteressenten noch immer günstige Zinsen auf vergleichsweise niedrigem Niveau vor – was zu leistbaren Finanzierungen führt. Auch die aktuelle Umfrage für den Interhyp-Zinsbericht zeigt, dass die Mehrheit der zehn befragten Kreditinstitute auf Jahressicht von gleichbleibenden Zinsen ausgeht, einige erwarten leicht steigende Zinsen.

Leichte Zinserhöhungen bei einigen Programmen, aber insgesamt weiter günstige Bedingungen, bietet auch die staatliche Förderbank KfW. Zum Beispiel im Wohneigentumsprogram (KfW Nr. 124), in dem Bauherren und Käufer bis zu 100.000 Euro für ihre selbst genutzte Immobilie beantragen können. Die Laufzeit beträgt maximal 25 Jahre. Die KfW-Bank hat kürzlich die Konditionen für eine Zinsbindung von zehn Jahren die Zinsen von 0,75 Prozent auf 1,05 Prozent (aktualisiert am 17.04: 1,10 Prozent) angehoben. Trotz der Erhöhung ist dieser Zins immer noch sehr günstig. Bei einer Festschreibung von fünf Jahren bleibt der Zinssatz wie bisher bei 0,75 Prozent (aktualisiert am 17.04.: leicht erhöht auf 0,85 Prozent).

Zur Entlastung der Kreditnehmer bietet die Förderbank im Rahmen von KfW 124 bis zu drei tilgungsfreie Anfangsjahre an. Auch ein sogenanntes "endfälliges Darlehen" ist möglich. Der Kreditnehmer löst das Darlehen erst am Ende der Zinsbindung in einem Betrag ab und zahlt während des Zeitraums lediglich die Zinsen. Dieses Modell ist zum Beispiel für Darlehensnehmer interessant, die nach fünf oder zehn Jahren mit einer Schenkung von der Eltern oder Großeltern rechnen können. Wer die Sicherheit längerer Zinsbindungen bevorzugt, kann auf ein reguläres Hypothekendarlehen zurückgreifen. Die Konditionen für 15- oder 20-jährige Zinsfestschreibungen sind weiterhin sehr attraktiv.

Auch im Programm Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit (KfW 167, Laufzeit maximal zehn Jahre) hat die Förderbank kürzlich den Zinssatz angepasst. Kreditnehmer zahlen jetzt bei einer zehnjährigen Zinsbindung 1,0 Prozent für einen Kredit von maximal 50.000 Euro. Bis zu zwei tilgungsfreie Anfangsjahre sind möglich. Gefördert wird die Erneuerung einer Heizungsanlage. Diese muss bestimmte technisch-ökologische Voraussetzungen erfüllen, sodass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss gewährt. Zusätzlich dazu stellt die KfW den zinsgünstigen Kredit im Rahmen des Programms 167 zur Verfügung.


Redaktion: Joachim Hoffmann / Britta Barlage

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