Weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien

Der Anstieg der Immobilienpreise und Baugenehmigungen geht vorläufig weiter, wie neue statistische Zahlen zeigen. Vorteil für diejenigen, die bereits ein Zuhause besitzen: Ihre Immobilie erfährt eine gute Wertsteigerung.

Zuletzt aktualisiert am 06.10.2021

Wohnimmobilien sind nach wie vor gefragt - das zeigen die Zahlen der Baugenehmigungen aber auch die Immobilienpreise.
(München, 6. Oktober 2021) Die Immobilienpreise haben auch im zweiten Quartal 2021 angezogen. Wie das Statistische Bundesamt meldet, sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland im 2. Quartal 2021 um durchschnittlich 10,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Dabei betonen die Bundesstatistiker, dass diese Entwicklung sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen stattgefunden hat. In den Top-7-Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf erhöhten sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 14,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal, Eigentumswohnungen verteuerten sich um 12,9 %. Selbst dünn besiedelte ländliche Kreise verzeichneten eine Teuerung bei Häusern um 11,8 % gegenüber dem 2. Quartal 2020, Wohnungen um 9,2 %.
Auch der Immobilienverband IVD stellt eine ungebrochene Preisdynamik auf dem Markt für Wohnimmobilien fest. Im ersten Halbjahr 2021 sei eine Bestandswohnung mit mittlerem Wohnwert rund 9 % mehr wert gewesen als im Vorjahr. Der durchschnittliche Kaufpreis habe bei rund 2.550 Euro pro Quadratmeter gelegen. Überdurchschnittlich fiel der Wertzuwachs laut IVD in den Top-7-Städten mit 10 % aus.
Für das Segment neugebaute Wohnungen mit mittlerem Wohnwert hat der IVD eine Preissteigerung von 7,1 % im ersten Halbjahr 2021 errechnet bei einem Durchschnittspreis von 3.960 Euro. In Kleinstädten mit 5.000 bis 20.000 Einwohnern kommt der IVD auf Wertzuwächse von 6 bis 9 %. "In den vergangenen acht Monaten ist die Nachfrage nach Wohneigentum vor allem im Speckgürtel der Großstädte und in Kleinstädten noch einmal deutlich gestiegen", sagt IVD-Präsident Jürgen Michael Schick. "Es ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Wohneigentum auch weiterhin hoch bleibt. Vielen Menschen ist in der Corona-Krise bewusster geworden, wie wichtig die eigenen vier Wände sind - sei es als Wohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus."
Dass Wohneigentum weiterhin stark gefragt ist, dafür sprechen auch die aktuellen Baugenehmigungszahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach wurden im Zeitraum Januar bis Juli 2021 6,6 % mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Vor allem Zweifamilienhäuser waren gefragt (+33,8 %), aber auch Einfamilienhäuser (+7,8 %), weniger dagegen Mehrfamilienhäuser mit einem Plus von 1,9 %.
Redaktion: Joachim Hoffmann

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