Fassadendämmung sanieren: Mehr Energieeffizienz für Altbauten und Bestandsimmobilien

Porträtfoto von Liza-Chiara Sennholz, Senior Finanzierungsberaterin bei Interhypvon Liza-Chiara Sennholz, Senior Finanzierungsberaterin

Ältere Bestandsimmobilien und Altbauten, die bereits vor 1949 gebaut wurde, verfügen häufig über keine bis wenig Wärmedämmung. Die nachträgliche Dämmung der Fassade ist ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes. Der Energieverbrauch wird dadurch gesenkt, Heizkosten werden reduziert. Außerdem trägt die Dämmung zum Werterhalt Ihrer Immobilie bei – und Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz durch reduzierte CO₂-Emissionen.¹


Auswahl des geeigneten Dämmmaterials

Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Dämmstoffs sowohl ökologische als auch bauphysikalische Aspekte. Natürliche Materialien wie Hanf, Kork oder Holzfaser bieten sich an, da sie nicht nur gute Dämmeigenschaften haben, sondern auch umwelt- und klimafreundlich, natürlich gesund und nachhaltig sind.²

Planung und Dauer der nachträglichen Dämmung

  • Bestandsaufnahme und Planung: Nach einer Erfassung des Ist-Zustand des Gebäudes – inklusive der Beachtung möglicher denkmalpflegerischer Aspekte – wird der gesamte Prozess der nachträglichen Dämmung geplant. Dazu zählen beispielsweise die Berechnung des benötigten Dämmmaterials und die Kalkulation aller Arbeitsaufwände.
  • Auswahl des Dämmstoffs: Wählen Sie passendes Dämmmaterial entsprechend der baulichen Gegebenheiten und unter Berücksichtigung eventueller Denkmalschutz-Vorgaben. Ihr ausführender Fachbetrieb steht Ihnen dabei beratend zur Seite.
  • Montage: Die Wärmedämmung wird vom ausführenden Fachbetrieb in der Regel außen angebracht. Bei denkmalgeschützten Gebäuden darf die Fassade möglicherweise nicht verändert werden. Hier erfolgt die Dämmung von Innen.
  • Überprüfung: Nach der Montage wird die gesamte Dämmung noch einmal überprüft. Dies stellt sicher, dass die Dämmung korrekt installiert wurde und keine unerwünschten Wärmebrücken vorhanden sind.
  • Dauer: Der zeitliche Aufwand variiert je nach Größe des Gebäudes und der Komplexität der Arbeiten von einigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten.

Kosten der Wärmedämmung

Die Kosten für die nachträgliche Wärmedämmung eines Altbaus oder einer Bestandsimmobilie variieren je nach Gebäudegröße, gewähltem Dämmmaterial und Arbeitsaufwand. Dämmmaßnahmen können dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und damit langfristig die laufenden Energiekosten zu senken. Zudem können sie den baulichen Zustand und den Wert der Immobilie positiv beeinflussen. Ob sich eine Investition im Einzelfall wirtschaftlich lohnt, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren wie dem energetischen Ausgangszustand des Gebäudes, den Energiepreisen und dem Umfang der Maßnahmen ab.³

Tipp

Staatliche Fördermittel, beispielsweise von der KfW oder dem BAFA, machen die Finanzierung der einer nachträglichen Fassadendämmung im Rahmen energetischer Sanierungsmaßnahmen günstiger.

Antworten auf Ihre Fragen

Wie hoch sind die Kosten?

Die Kosten variieren je nach Größe des Gebäudes und Art des Dämmmaterials. Eine genaue Kostenschätzung erfolgt durch Ihren ausführenden Fachbetrieb nach einer individuellen Beratung und Planung.

Welche Dämmstoffe eignen sich besonders für Altbauten?

Für eine nachhaltige Sanierung eignen sich natürliche Dämmstoffe wie Hanf, Kork oder Holzfaser. Diese sind umweltfreundlich und weisen gute Dämmeigenschaften auf.

Wie lange dauert die Dämmung einer Altbau-Fassade?

Die Dauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, kann aber mehrere Wochen bis Monate betragen.

Gibt es Fördermittel?

Ja, verschiedene Förderprogramme der KfW oder des BAFA können in Anspruch genommen werden.

Ist die Fassadendämmung bei einem denkmalgeschützten Altbau möglich?

Ja, allerdings sind hier besondere Vorschriften und Abstimmungen mit den Denkmalschutzbehörden erforderlich. Häufig kann die Dämmung nur von innen erfolgen, damit die denkmalgeschützte Fassade erhalten bleibt.

Mehr Energieeffizienz durch nachträgliche Wärmedämmung

Eine Mutter umarmt ihren kleinen Sohn von hinten, während er aus dem Fenster schaut.

Die nachträgliche, nachhaltige Wärmedämmung der Fassade einer älteren Bestandsimmobilie oder eines Altbaus ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Umwelt und Klima. Sie unterstützen damit die globalen Klimaziele und profitieren gleichzeitig von einem angenehmen, gesunden und konstant temperierten Raumklima in Ihrem Zuhause. Ihre Investition in die Dämmung amortisiert sich langfristig durch die Einsparung von Heiz- und Energiekosten.⁴

Nachhaltiges Wohnen optimal finanzieren

Sie möchten zukunftsfähig wohnen und die Fassade Ihrer älteren Bestandsimmobilie oder Ihres Altbaus nachträglich dämmen? Unsere Interhyp Finanzierungsberaterinnen und Finanzierungsberater freuen sich darauf, Sie zu beraten, wie Sie Ihre Investition optimal finanzieren und welche Fördermittel diese noch günstiger machen.

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Verwendete Quellen
1) Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.: Den richtigen Dämmstoff und das richtige Dämmmaterial finden(öffnet in neuem Fenster)
2) Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.: Ökologische Wärmedämmung mit alternativen Dämmstoffen(öffnet in neuem Fenster)
3) Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.: Warum ist eine gute Hausdämmung wichtig und sinnvoll?(öffnet in neuem Fenster)
4) Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.: Den richtigen Dämmstoff und das richtige Dämmmaterial finden(öffnet in neuem Fenster) und Bundestag: Studien zu Ökobilanzen und Gebäudedämmstoffen (PDF)(öffnet in neuem Fenster)