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Baugeld-Vergleich von Interhyp: So sparen Sie Zinsen

Trotz steigender Zinsen ist Baugeld günstig wie selten zuvor. Aktuell profitieren Bauherren und Immobilienkäufer von einem niedrigen Zinssatz. Doch lassen Sie sich nicht von dem vermeintlich günstigen Zinssatz blenden. Vielen Verbrauchern erscheint aufgrund des niedrigen Zinssatzes ein Darlehen für günstiges Baugeld automatisch als gutes Angebot, billiger kann es nicht gehen. Doch das ist ein Trugschluss, häufig gibt es günstigere Konditionen. Deshalb sollten Sie beim Baugeld unbedingt die Angebote der verschiedenen Anbieter vergleichen. Aufgrund der langen Laufzeit über viele Jahre machen bereits kleine Zinsunterschiede viel aus.

Liza-Chiara Sennholz
von Liza-Chiara Sennholz  in München, aktualisiert 21.04.2022
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Baugeld als Grundlage für Ihre neue Immobilie

Wenn Sie eine Immobilie kaufen oder bauen möchten, benötigen Sie aller Voraussicht nach neben vorhandenen Eigenmitteln einen Kredit. Dies geschieht im Rahmen einer Immobilienfinanzierung, die von zahlreichen Banken angeboten wird. In diesem Zusammenhang wird häufig vom sogenannten Baugeld gesprochen. Worum es sich dabei handelt, welche Finanzierungsbausteine das Baugeld enthält, welche Bedeutung Eigenkapital als wichtiger Faktor und wie die Entwicklung beim Baugeld ausgesehen hat, erfahren Sie in den kommenden Abschnitten.

Worum handelt es sich beim Baugeld?

Die Bezeichnung Baugeld steht für nichts anderes als einen Immobilienkredit bzw. für eine Baufinanzierung. Das Baugeld beinhaltet sämtliche finanziellen Mittel, die Sie in Form von Fremdkapital seitens der Bank bereitgestellt bekommen. Kennzeichnend für das Baugeld ist, dass dieser Kredit zweckgebunden ist. Sie dürfen das entsprechende Fremdkapital nämlich in aller Regel ausschließlich für die folgenden Ausgaben verwenden:
  • Kauf eines Hauses
  • Kauf einer Eigentumswohnung
  • Bau einer Immobilie
  • Um- oder Anbauten
Das Baugeld können Sie also nicht ausschließlich zum Bauen in Anspruch nehmen, sondern selbstverständlich wird das Immobiliendarlehen ebenfalls ausgezahlt, falls Sie ein Haus oder eine Eigentumswohnung erwerben möchten.

Welche Finanzierungsbausteine beinhaltet die Immobilienfinanzierung?

Die Immobilienfinanzierung besteht meistens nicht nur aus reinem, sondern aus mehreren Finanzierungsbaustein. Grundsätzlich lassen sich diese in zwei große Rubriken einteilen, nämlich zum einen in das Eigenkapital und zum anderen in das Fremdkapital. In den Bereich des Eigenkapitals fallen sämtliche Mittel, über die Sie bereits verfügen und im Rahmen der Immobilienfinanzierung verwenden können. Dazu zählen zum Beispiel Guthaben auf Bankkonten, Wertpapiere oder auch Sachwerte wie Edelmetalle.
Die zweite große Rubrik wird unter der Bezeichnung Baugeld zusammengefasst und kann aus mehreren Darlehensvarianten bestehen, die seitens der Banken angeboten werden. Dazu zählen beispielsweise:
  • Annuitätendarlehen
  • Tilgungsdarlehen
  • Endfälliges Darlehen
Das beliebteste Baugeld ist insbesondere das Annuitätendarlehen, denn es beinhaltet einen konstanten Zinssatz während der gesamten Zinsperiode, eine gleich bleibende Rückzahlungsrate pro Monat sowie hohe Planungssicherheit.

Zinsbindung oder variabler Zins beim Baugeld

Eine wichtige Entscheidung, die Sie im Zusammenhang mit Ihrem Baugeld treffen müssen, fällt in die Rubrik der Zinsgestaltung. Dort haben Sie entweder die Möglichkeit, sich für eine Fixzinsperiode oder für ein variabel verzinsliches Baudarlehen zu entscheiden. Der Immobilienkredit mit Fixzins ist aktuell besonders empfehlenswert. Sie profitieren davon, wenn Sie sich die derzeit äußerst günstigen Hypothekenzinsen für einen möglichst langen Zeitraum festschreiben lassen und somit sichern können. Das variabel verzinsliche Baudarlehen hingegen ist quasi nur in einer Hochzinsphase empfehlenswert, denn dann würden Sie von zukünftigen Zinssenkungen profitieren.

Günstiges Baugeld durch Eigenkapital sichern

Beim Baugeld gibt es selbstverständlich zwischen den Banken größere Unterschiede, was den veranschlagten Zinssatz angeht. Eine sehr gute Möglichkeit, wie Sie sich relativ günstiges Baugeld sichern, ist das Eigenkapital. Umso mehr Eigenmittel Sie in die Baufinanzierung integrieren können, desto günstiger ist der Zinssatz, den Sie von Ihrer Bank angeboten bekommen. Anders ausgedrückt: Bei einer Eigenkapitalquote von beispielsweise 25 Prozent werden Sie vom Kreditgeber einen deutlich günstigeren Darlehenszins angeboten bekommen, als wenn Sie lediglich über eine Eigenkapitalquote in Höhe von 10 % verfügen. Daher ist es stets sinnvoll, das Baugeld der Bank mit einer möglichst hohen Quote an Eigenkapital zu kombinieren.

Checkliste Baugeld: Sparen leicht gemacht

Sie planen in naher Zukunft ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu kaufen? Bevor Sie beginnen, ein Angebot der Bank einzuholen und mit anderen Anbietern zu vergleichen oder Ihr Traumhaus zu planen, legen Sie die Rahmenbedingungen fest. Denn mit einer klugen Planung und dem im Anschluss folgenden Vergleich können Sie beim Baugeld kräftig sparen. Die folgende Checkliste für Baugeld gibt Ihnen einen umfassenden Überblick.

Checkliste

Historische Entwicklung und Prognose für das Baugeld

Wenn wir uns einmal die historische Entwicklung beim Baugeld betrachten, dann fällt auf, dass die letzten fünf bis zehn Jahre von zum Teil erheblichen Zinssenkungen und einer lange anhaltenden Niedrigzinsphase gekennzeichnet sind. In den letzten Jahren lagen die Zinsen für zehnjährige Darlehen zeitweise sogar bei unter 1 %. Aktuell steigen die Zinsen jedoch stark an und die Konditionen haben sich seit Beginn des Jahres 2022 sogar mehr als verdoppelt.
Bauherren und Immobilienkäufer bekommen die Folgen der Corona-Pandemie und des anhaltenden Ukraine-Krieges auf die Inflation und damit die Baugeldkonditionen aktuell immer deutlicher zu spüren. Wie aber sieht es mit der voraussichtlichen Entwicklung des Baugeldes in den kommenden Monaten und Jahren aus? Mittlerweile ist sich die Mehrheit der Experten sowohl kurzfristig als auch langfristig einig, dass ein höheres Zinsniveau bei Immobilienkrediten zu erwarten ist. Basierend auf den aktuell sichtbaren Einflussfaktoren halten Fachleute Zinsen von 2,5 bis 3 % für möglich.

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