
Energetische Sanierung
Mit einer energetischen Sanierung kann die Energieeffizienz Ihres Zuhauses verbessert werden. Wir begleiten Sie dabei Schritt für Schritt – von der Planung über die Finanzierung bis hin zur Umsetzung.
Sanierungskredit anfragenWas ist eine Sanierung?
Eine Sanierung beschreibt Maßnahmen, die über die reine Reparatur eines Schadens an der Immobilie hinausgehen. Diese Maßnahmen können dazu beitragen, den baulichen Zustand und die Nutzungsqualität Ihrer Immobilie zu erhalten oder zu verbessern.
Beispiele hierfür sind etwas eine Erneuerung der Dachhaut in Verbindung mit einer Wärmedämmung oder auch der Fensteraustausch mit Modellen, die besser dämmen und mehr Lärmschutz bieten. Die Bandbreite reicht von kleinen Maßnahmen bis hin zu so umfassenden Eingriffen wie einer Kernsanierung.
Das ganze Haus im Blick – mit welchen Maßnahmen können Sie Energiekosten sparen
Fassaden- und Kellerdeckendämmung
Der Rohbau Ihres Hauses hält je nach Material bis zu 100 Jahre (Holz) beziehungsweise bis zu 150 Jahre (Beton). Die Hausfassade sollte ungefähr alle 20 Jahre neu verputzt und saniert werden. Denn in älteren, unsanierten Häusern kann bis zu einem Drittel der Heizwärme durch die Außenwände verloren¹. Die Kosten für eine Fassadendämmung hängen von der Art der Dämmung, der Fassadengröße und weitern Faktoren ab, liegen aber durchschnittlich bei 38.000 Euro². Eine Dämmung der Kellerdecke ist dagegen günstiger, hier gehen allerdings auch nur rund 10-15 % der Heizwärme verloren³.
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Dachdämmung
Das Dach Ihres Hauses sollten Sie nach 50 Jahren sanieren und dämmen. Denn ein ungedämmtes Dach ist eine der größten Wärmebrücken in einem Gebäude – über sie können bis zu 30 % der Heizenergie verloren gehen⁴. Die Kosten einer Dachdämmung sind stark abhängig von Art und Material der Dämmung und liegen daher pro m2 bei ungefähr 15 bis 200 Euro⁵.
Fenstererneuerung
Fenster aus Metall oder Kunststoff sollten Sie nach 40 Jahren und Fenster mit Holzrahmen nach 30 Jahren erneuern. Insbesondere Fenster vor 1995 haben meistens keine Wärmeschutzverglasung. Über eine neue Haustür sollten Sie alle 30 Jahre nachdenken. Ein Austausch aller Fenster und Haustür kostet ungefähr 20.000 Euro und spart zwischen 5 und 20 % an Energiekosten.
Strom, Heizung und Elektronik
Wenn Ihre Immobilie schon älter ist, kann sich eine Überprüfung der Elektroleitungen lohnen. In heutigen Haushalten werden mehr elektronische Geräte genutzt als noch von 30 Jahren – darauf sind ältere Elektroinstallationen oft nicht mehr ausgerichtet. Wird Ihre Heizungsanlage älter, kann es sinnvoll sein, ihren technischen Zustand überprüfen zu lassen – eine Modernisierung kann sich positiv auswirken auf den Energiebedarf sowie die Betriebskosten.
5 Experten-Tipps für Ihren Sanierungsplan
Energetisch sanieren und von Fördermitteln profitieren
Laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung entfallen rund 40 % der Treibhausgasemissionen in Deutschland auf den Gebäudebereich⁶. Um diesen Wert zu reduzieren, gibt es für unterschiedliche Maßnahmen verschiedene Förderprogramme. Entscheiden Sie sich für eine Sanierungsmaßnahme, prüfen Sie vorher die Förderbedingungen des jeweiligen Programms.
Maßnahme | Voraussetzung | Beauftragung Energieeffizienzexperte | Höhe der Förderung | Förderprogramm |
|---|---|---|---|---|
BEG Einzelmaßnahmen | Bei der Kombination mehrerer BEG Einzelmaßnahmen beträgt die Förderung pro Jahr und Wohneinheit insgesamt maximal 60.000 Euro (600.000 Euro pro Gebäude) | |||
BEG Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle | Förderfähiges mind. Investitionsvolumen 2.000 Euro | Ja | Maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr, pro Gebäude maximal 600.000 Euro | |
BEG Einzelmaßnahmen an der Anlagentechnik | Förderfähiges mind. Investitionsvolumen 2.000 Euro | Ja | Maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr, pro Gebäude maximal 600.000 Euro | |
BEG Einzelmaßnahmen für Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik) | Förderfähiges mind. Investitionsvolumen 2.000 Euro | In Abhängigkeit von der Heiztechnologie | Maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr, pro Gebäude maximal 600.000 Euro | |
BEG Einzelmaßnahmen zur Heizungsoptimierung | Förderfähiges mind. Investitionsvolumen 300 Euro | Nein | Maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr, pro Gebäude maximal 600.000 Euro | |
KfW 261 Wohngebäude | Komplettsanierung zum Effizienzhaus (mind. Effizienzstufe 85) oder Kauf eines frisch sanierten Effizienzhauses | Ja, Kosten für eine Baubegleitung durch Energieeffizienzexpertinnen oder -experten sind förderfähig | Förderung 120.000 bis 150.000 Euro je Effizienzstufe. Tilgungszuschüsse von 5 % bis 45 % (abhängig von Effizienzstufe, Fördersumme und Einsatz Baubegleitung) | |
Regionale Förderungen | Individuelle Vorgaben je Förderprogramm | Individuelle Vorgaben je Förderprogramm |

Sanierungsrechner
Mit unserem Sanierungsrechner ermitteln Sie anhand weniger Angaben den Sanierungsbedarf Ihrer Immobilie. Sie sehen auf einen Blick, wie viel Energie Sie durch gezielte Maßnahmen einsparen, wie viel diese kosten und welche Energieeffizienzklasse Ihr Zuhause damit erreicht.
Zum SanierungsrechnerWissenswerte Artikel zur energetischen Sanierung
Bei der energetischen Sanierung Ihrer Immobilie ist es unabdingbar sich gut zu informieren und die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten abzuwägen. In unserem Ratgeber finden Sie hilfreiche Tipps und Tricks zu Sanieren und Renovieren, nachhaltig Bauen, nachhaltig Wohnen und weiteren Themen.
Häufig gestellte Fragen zur energetischen Sanierung und Finanzierung
Wie viel kostet eine energetische Sanierung?
Eine generelle Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Die Kosten variieren je nach Umfang der Maßnahmen. Während kleinere Projekte einige Tausend Euro kosten, können umfassende Sanierungen schnell Zehntausende Euro ausmachen. Sie können die mit der Sanierung verbundenen Kosten allerdings anhand dieser Werte abschätzen:
- Etwa 500 bis 600 Euro pro Quadratmeter für die grundlegende Sanierung eines Hauses, das circa 50 Jahre alt ist.
- Mindestens 1.200 Euro pro Quadratmeter für die Altbausanierung.
- Etwa 750 bis 1.600 Euro pro Quadratmeter für eine umfassende energetische Sanierung, abhängig von Ausgangslage und angestrebtem Energieeffizienzstandard.
Wenn Sie Ihre Komplettsanierung planen, beachten Sie, dass die tatsächlichen Aufwände stark variieren. Um von Anfang an eine realistische Kostenschätzung zu erhalten, empfehlen wir die Beratung und Begleitung durch einen Fachbetrieb und/oder ein Sachverständigenbüro.
Wie viel Energie kann ich durch eine energetische Sanierung einsparen?
Wie viel Energie eingespart werden kann, hängt vom Zustand des Gebäudes und dem Umfang der Sanierung ab. Durchschnittlich können Sie mit einer Energieeinsparung von bis zu 30 % rechnen.
Wie beeinflusst eine energetische Sanierung den Immobilienwert?
Generell steigert eine energetische Sanierung den Wert einer Immobilie, da diese dadurch energieeffizienter und attraktiver für Käuferinnen und Käufer wird.
Unser Rechner zur Immobilienbewertung zeigt Ihnen, wie sich Sanierungen auf den Wert Ihrer Immobilie auswirken.
Wie finde ich qualifizierte Fachkräfte für eine energetische Sanierung?
Für eine energetische Sanierung werden verschiedene Fachkräfte benötigt: Handwerkerinnen und Handwerker, Energieberaterinnen und Energieberater sowie ggf. Architektinnen und Architekten.
Es empfiehlt sich zertifizierte Fachfirmen, wie zum Beispiel Mitgliedsbetriebe in der Handelskammer, auszuwählen. Prüfen Sie auch Referenzen und weitere Qualifikationen, wie z.B. BAFA-/KfW-Zulassung, um ggf. Fördermittel beantragen zu können.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für energetische Sanierungen?
Die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien ist ein wertvoller Beitrag zum Schutz von Umwelt und Klima – deshalb erhalten Sie dafür unter bestimmten Voraussetzungen attraktive Förderungen. Auf Bundesebene stellt neben der KfW insbesondere das BAFA Fördermittel zur Verfügung. Hinzu kommen wohnortabhängig regionale Fördermittel und teilweise profitieren Sie bei energetischen Sanierungsmaßnahmen auch von steuerlichen Erleichterungen.
BAFA-Fördermittel für die energetische Sanierung
Das BAFA ist das deutsche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Es setzt die Förderung der BEG EM, der Bundesförderung für effiziente Gebäude Einzelmaßnahmen, um. Damit erhalten Sie finanzielle Unterstützung in Form von Zuschüssen für energetische Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle, am Gebäudenetz, an der Anlagentechnik sowie bei Optimierungen der Heizung. Außerdem für die Planung und Beratung durch Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten. Weitere Informationen zur Förderung durch das BAFA
KfW-Fördermöglichkeiten
Für energetische Sanierungen gibt es über die KfW Fördermöglichkeiten im Rahmen des Programms 261 "Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude“, die insbesondere auf die Sanierung zu einem Effizienzhaus abzielen.
Die KfW bietet in dem Programm finanzielle Unterstützung für die umfassende energetische Sanierung von Bestandsgebäuden an. Hierbei können zinsgünstige Kredite bis 150.000 Euro mit Tilgungszuschüssen bis zu 25% beantragt werden, abhängig von der erreichten Effizienzklasse. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu reduzieren und die Umweltbelastung zu minimieren, während gleichzeitig der Wohnkomfort erhöht wird.
Welche Maßnahmen gehören zur energetischen Sanierung?
Energetische Sanierung umfasst Maßnahmen wie Dämmung von Wänden, Dach und Keller, die Erneuerung von Fenstern, die Installation effizienter Heizungssysteme und den Einsatz von erneuerbaren Energien.
Wie lange dauert eine energetische Sanierung?
Die Dauer hängt vom Umfang ab: Kleinere Projekte dauern einige Wochen, während große Sanierungen mehrere Monate in Anspruch nehmen können.
Welchen Einfluss hat die energetische Sanierung auf den Klimaschutz?
Durch den geringeren Energieverbrauch und den Einsatz erneuerbarer Energien reduziert die Sanierung CO₂-Emissionen und trägt damit zum Klimaschutz bei.
Ihre Frage war nicht dabei? Auf unserer Hilfeseite finden Sie weitere Antworten – oder schreiben Sie uns direkt über unser Kontaktformular.
Was zeichnet einen Sanierungskredit aus?

Bei einem Sanierungskredit handelt es sich um ein spezielles Angebot der Bank. Es richtet sich an Verbraucherinnen und Verbraucher, die bereits ein Eigenheim besitzen oder ihre Baufinanzierung bereits zu großen Teilen getilgt haben. Während eine Baufinanzierung entweder zweckgebunden zum Erwerb einer Immobilie oder zur Durchführung wertsteigender Maßnahmen eingesetzt werden muss, dürfen Sanierungskredite auch zum reinen Werterhalt genutzt werden. Ein weiterer Unterschied liegt in den möglichen Summen für das Darlehen.
Einen Sanierungskredit erhalten Sie bereits mit einer Darlehenssumme von 5.000 Euro. Die meisten Banken begrenzen die Höhe auf maximal 50.000 Euro. Außerdem erfolgt bei einem Sanierungskredit keine Eintragung in das Grundbuch, damit sparen Sie die Kosten für das Grundbuchamt und den Notar. Selbstverständlich können Sanierungskredite mit einem Förderkredit der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) kombiniert werden.
Checkliste Sanierungskredit
- für den Werterhalt nutzbar
- keine Grundbucheintragung
- typische Darlehenssumme 5.000 bis 50.000 Euro
- Sanierungskredite der KfW und staatliche Zuschüsse kombinierbar
Sanierungskredite vom Staat
Einen Sanierungskredit der Bank können Sie mit einem geförderten Darlehen der KfW optimal ergänzen, denn die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt zinsgünstige, geförderte Kredite und Zuschüsse zum Sanieren Ihrer Immobilie. Es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, den Bestand an Wohnimmobilien energetisch auf einen modernen Stand zu bringen. Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll das staatliche Ziel erreicht werden, dass der Gebäudebestand im Jahr 2045 nahezu energieneutral ist. Ein weiteres Förderprojekt betrifft den Ausbau barrierefreier Wohnungen, in denen Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung weitgehend selbstbestimmt und ohne Hilfe leben können.
Fragen zur Haussanierung und zum Sanierungskredit
Die folgenden Fragen helfen Ihnen, Ihr Vorhaben einzuschätzen und zu planen:
- Was soll erneuert oder geändert werden? (z. B. Wärmedämmung, Heizung, Badezimmer)
- Welche Kosten entstehen?
- Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung?
- In welcher Höhe wird ein Darlehen benötigt?
- Gibt es staatlich geförderte Sanierungskredite und Zuschüsse? (z. B. Dämmung)
- Wenn ja, in welcher Höhe?
- Wie hoch muss das Darlehen der Bank dann ausfallen?
Beratung zum Sanierungskredit?
Wenn Sie planen, Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung umzubauen, zu sanieren oder grundlegend zu modernisieren, lassen Sie sich ausführlich beraten und vergleichen Sie Ihre Möglichkeiten. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Interhyp informieren Sie gern über klassische Kredite, eine Baufinanzierung und die Möglichkeiten zu einem staatlich geförderten Sanierungskredit oder Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. So können Sie die Finanzierung genau planen und kalkulieren. Ohne fachkundige Beratung ist es sehr aufwendig, alle möglichen Fördermittel und Zuschüsse zu erkennen und zu kombinieren.
Termin vereinbarenVerwendete Quellen
Verbraucherzentrale Bundesverband: Rechenbeispiele für eine Fassadendämmung(öffnet in neuem Fenster)
dsb Deutsche Sanierungsberatung GmbH: Fassadendämmung(öffnet in neuem Fenster)
dsb Deutsche Sanierungsberatung GmbH: Kellerdeckendämmung(öffnet in neuem Fenster)
dsb Deutsche Sanierungsberatung GmbH: Dachdämmung(öffnet in neuem Fenster)
Finanztip: Warum Du Dein Dach dämmen solltest(öffnet in neuem Fenster)
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung: Umweltfußabdruck von Gebäuden in Deutschland, Ausgabe 17/2020(öffnet in neuem Fenster)

























