Wie entwickeln sich die Bauzinsen in der Baufinanzierung? Unsere Zins-Charts

Wenn Sie ein Immobiliendarlehen aufnehmen, machen die Zinsen einen großen Teil der Kosten aus. Schon minimale Unterschiede hinter dem Komma können über tausende von Euro oder einige Jahre Kreditlast entscheiden. Daher beobachten wir das aktuelle Zinsniveau und dessen Auswirkungen auf die Baufinanzierungen sehr genau. Sie erhalten von uns sämtliche Informationen. Damit Sie im Bilde sind und wissen, was die Zinsen bei einem viele Jahre laufenden Baudarlehen für Sie bedeuten.

von Britta Barlage in München, aktualisiert 07.10.2021

Zinsentwicklung und Expertenmeinungen: Hier finden Sie wichtige Infos & aktuelle Bauzinsen

Das Zinsniveau ist historisch günstig. Das sollten Sie nutzen - aber informieren Sie sich hier vorab über die Bauzinsentwicklung und aktuelle Hypothekenzinsen. Sie sehen aktuelle Konditionen und frühere Entwicklungen auf einen Blick.
Wie werden sich die Zinsen weiter entwickeln? Steigen sie, fallen sie oder bleiben sie gleich? Und wird der Hypothekenzins fallen, sodass Maßnahmen an der eigenen Immobilie günstig über einen Kredit finanziert werden können? Antworten auf die wichtigen Fragen finden Sie in unserem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer. Das Trendbarometer wird auf Basis von Expertenmeinungen erstellt.

Zinsentwicklung im Blick behalten

Mit den Zins-Charts und dem Trendbarometer erhalten Sie einen guten Überblick zu aktuellen Hypothekenzinsen und zur Bauzinsentwicklung. So stellen Sie Ihre Finanzierung auf eine solide Basis und sichern sich Angebote von Banken mit Top-Zinsen. Es ist wichtig, dass Sie den durchschnittlichen Zinssatz für Hypotheken kennen. Denn so lassen sich die Hypothekenzinsen im Vergleich besser beurteilen.
Aktuelle Informationen: Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins noch immer auf null Prozent. Laut der Expertenbefragung für den Interhyp-Zinsbericht vom 7. Oktober 2021 bietet das niedrige Zinsumfeld positive Impulse für Immobilieninteressenten. Auch wenn die US-Notenbank Fed zuletzt einen sehr behutsamen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik angekündigt hat, setzen sowohl die US-Notenbanker als auch die europäischen Kollegen zunächst weiterhin auf ein niedriges Leitzinsniveau und Anleihekäufe. Neben der Zinspolitik wirkt sich die Entwicklung der Staatsanleihen aufs Baugeld aus. Lagen die Renditen für zehnjährige deutsche Staatsanleihen im Sommer noch bei rund minus 0,4 Prozent lagen, befinden sie sich Anfang Oktober nun bei rund minus 0,2 Prozent. Das hat die Zinsen für Immobiliendarlehen leicht nach oben gezogen. Käufer und Bauherren sollten daher nicht auf niedrigere Zinskonditionen spekulieren, sondern ihr Vorhaben besser auf einer soliden Finanzierungsstruktur fußen. Am besten mit einem Eigenkapital-Anteil von 20 bis 30 Prozent und einer Anfangstilgung von mindestens 3 Prozent. Zwar könnten die Konditionen auch nach unten schwanken. Kurz- und mittelfristig sind bei der aktuellen Marktlage jedoch höhere Konditionen etwas wahrscheinlicher.
Die meisten Experten erwarten auf Halbjahres- und Jahressicht steigende Zinsen. Kurzfristig sieht die Hälfte eher ein gleichbleibendes Zinsniveau, die andere hält einen leichten Anstieg für möglich.

Früher und heute: Unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen vierzig Jahren nie auf einem so niedrigen Niveau wie in den letzten Jahren, sind allerdings im ersten Halbjahr 2021 wieder leicht angestiegen. Im Oktober 2021 befinden sich noch immer unter einem Prozent für zehnjährige Darlehen.
Auch wenn letztlich niemand sagen kann, wie sich die Zinsen genau entwickeln, empfehlen wir: Sollten Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, warten Sie nicht zu lange und nutzen Sie jetzt die günstigen Immobilienzinsen für sich. Natürlich sollten Sie dennoch die Finanzierung gut überlegen und sich beraten lassen.

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Sichern Sie sich die im historischen Vergleich noch immer sehr niedrigen Zinsen. Für Ihre Baufinanzierung lohnt sich der Zinsvergleich. Denn mit Interhyp nutzen Sie den idealen Zeitpunkt für Ihre Finanzierung. Und Ihre Beraterin oder Ihr Berater bietet Ihnen die passende Lösung aus den Angeboten von über 500 Darlehensgebern.

Interhyp-Zinsbericht

Interhyp gibt im monatlichen Interhyp-Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Mit diesen Informationen lassen sich die Zinsen für Baudarlehen im Vergleich deutlich leichter beurteilen. So können Sie sich für Ihr Baudarlehen Konditionen sichern, die für Sie besonders günstig sind - oder auf Basis unserer Prognose auf bessere Konditionen warten. Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer auch hier auf unserer Seite. Erfahren Sie mehr zu den Zinsen für Immobilienkredite - und zu den Auswirkungen auf die Hausfinanzierung.

Zinsbericht und Interhyp-Bauzins-Trendbarometer Oktober 2021:

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Die Zinsen für Immobiliendarlehen haben nach einer Zinsdelle im August und September Anfang Oktober leicht zugelegt. Im Durchschnitt sind Kredite dennoch weiterhin für unter 1 Prozent erhältlich. Immobilienkäuferinnen und -käufer mit Finanzierungsbedarf bekommen die Ambivalenz der Märkte durch schwankende Konditionen zu spüren. Einerseits deuten steigende Inflationszahlen, teilweise bessere Arbeitsmarktdaten und Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf höhere Zinsen hin, andererseits bleibt die Konjunkturerholung unsicher und gegenüber Störungen anfällig - wie Lieferkettenprobleme, hohe Energiepreise oder heftige Kursreaktionen an den Börsen zeigen. Trotz uneinheitlicher Vorgaben gibt es kurz- und langfristig eine Tendenz hin zu steigenden Zinsen. Das sehen auch die Expertinnen und Experten so, die wir monatlich im Rahmen unseres Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragen. "
Welt und Märkte haben vom Ausgang der Bundestagswahl zwar Notiz genommen, aber nicht nennenswert reagiert. Zudem hält das weltweite Tagesgeschehen viele brisante Themen parat. Die Impferfolge machen die Corona-Pandemie zwar in immer mehr Ländern etwas besser beherrschbar, gleichzeitig zeigen neue Höchststände bei den Todesopfern, wie etwa in Russland, dass es ein langer Weg aus der Pandemie bleiben wird - selbst wenn es künftig bessere Medikamente geben könnte, die den Krankheitsverlauf unabhängig von einer Impfung verbessern. Neben der Pandemie blicken Investoren auf diverse Entwicklungen – etwa Lieferengpässe in vielen Branchen und die Brexit-Nachwehen in England, wo aktuell viele Regale und Tankstellen leer sind.
Diese Gemengelage beeinflusst auch Zinsen und die Zinspolitik – und damit die Frage, zu welchen Konditionen Immobilienkäufer hierzulande Darlehen aufnehmen können. Ebenso wirkt sich die große Weltbühne direkt und indirekt auf die Immobiliennachfrage in Deutschland aus. Die Menschen sehnen sich nach Sicherheit für sich und ihr Geld. Das lässt die Nachfrage nach und die Preise von Objekten steigen. Zuletzt auch besonders in den Städten unweit der Metropolen, wie wir in einer Analyse zeigen konnten. Auch wenn die Bundestagswahl die Märkte kaum beeinflusst hat, werden die nächsten Wochen für Immobilieninteressenten und Eigentümerinnen und Eigentümer durchaus spannend. Die möglichen Koalitionspartner vertreten in Bezug auf die Schaffung von Wohneigentum, Energieeffizienz, Neubau und Besteuerung sehr unterschiedliche Positionen. Wir werden uns weiter dafür stark machen, dass so viele Menschen wie möglich den Weg ins eigene Zuhause schaffen – und sich mit einer soliden Finanzierung den Weg zu mehr Wohlstand, Lebensqualität und einer soliden Altersvorsorge ebnen.

Zins- und Marktumfeld

Die in vielen Ländern stark angestiegene Inflation bleibt im Fokus vieler Investoren und vor allem der Notenbanken. In Deutschland ist die Inflation auf 4,1 Prozent geklettert und in der Eurozone auf 3,4 Prozent. Die Notenbanken bewerten die Verteuerung der Preise derzeit noch eher als temporär. Dass die Inflation aktuell über das lang gesteckte Ziel von rund zwei Prozent hinausschießt, gilt noch lange nicht als verlässlicher Indikator steigender Nachfrage und Konsumlaune. Auch wenn die US-Notenbank Fed zuletzt einen sehr behutsamen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik angekündigt hat, setzen sowohl die US-Notenbanker als auch die europäischen Kollegen zunächst weiterhin auf ein niedriges Leitzinsniveau und Anleihekäufe. Der Inflation muss zwar grundsätzlich Einhalt geboten werden – aber nicht um den Preis, die Konjunkturerholung zu gefährden.
Die Details rechtfertigen die Taktik der Notenbanker. Die Preise für Öl und Erdgas steigen zwar kräftig, gleichzeitig haben mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumserwartungen nach unten korrigiert. Noch immer gibt es Lieferkettenprobleme, was zu Produktionsausfällen führt. Vor diesem Hintergrund war in den vergangenen Wochen vermehrt von einer möglichen Stagflation zu lesen - bei der zwar die Preise zulegen, aber die Wirtschaft schrumpft.
Auch wenn die aktuelle Beweislage für ein solches Szenario zum Glück nicht nachhaltig ist, so bleibt der jetzige Aufschwung fragil. Die Arbeitsmarktzahlen beispielsweise entwickeln sich nicht stringent. In den USA gab es anders als erwartet zuletzt mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. In Deutschland indes hat sich die Lage im September weiter verbessert. Laut Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Arbeitslosen auf 2,465 Millionen. Auch wenn es bei der Kurzarbeit Entspannung gibt, so lag in Deutschland die Zahl der Empfänger von Kurzarbeitergeld zuletzt bei mehr als 900.000. Dies erinnert daran, dass die Staaten den Aufschwung weiterhin mit sehr viel Geld ankurbeln. Dass Geld endlich ist, zeigte Ende September ebenfalls der Beinahe-Shutdown in den USA. Die Staatsverschuldung wächst weltweit - und muss refinanziert werden.
Gerade die Bundesrepublik Deutschland hat in den vergangenen Jahren interessanterweise sogar daran verdient, Schulden aufzunehmen. Investoren kauften und kaufen Bundesanleihen, die neben den Leitzinsen eine wichtige Benchmark für Immobilienzinsen sind, sogar mit Minuszinsen – so viel wert war ihnen die Sicherheit deutscher Staatsanleihen. Die hohe Schuldenmenge und ein etwas höheres Risiko führen nun aber dazu, dass die Zinsen etwas steigen. Nachdem die Renditen für zehnjährige deutsche Staatsanleihen im Sommer bei rund minus 0,4 Prozent tendiert haben, liegen sie nun nur noch bei rund minus 0,2 Prozent. Die Schuldenpapiere stehen zwar weiterhin hoch im Kurs, aber der Bund verdient nicht mehr ganz so gut an ihnen. Sollten die Renditen ins Plus drehen, müsste der Bund Geld bezahlen, um Schulden zu machen - was eigentlich der gelernten Normalität entspricht. Das würde dann auch die Zinsen für Baugeld weiter steigen lassen.

Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Die Mehrheit der von uns Befragten geht kurzfristig von gleichbleibenden, mittel- bis langfristig aber von leicht steigenden Zinsen aus.

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, Commerzbank, DKB, HypoVereinsbank, ING Deutschland, MünchenerHyp, Postbank, PSD RheinNeckarSaar, PSD Bank Rhein-Ruhr, Santander und Sparkasse Hannover befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Antworten jeweils "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" lauteten.
Die Einschätzung der österreichischen Banken wurden nicht mit in die Grafik eingerechnet. Von drei befragten Instituten gehen zwei kurzfristig von gleichbleibenden Zinsen aus, eins erwartet schon eine leichte Steigung in den nächsten Wochen. In sechs bis zwölf Monaten sehen alle drei ein leicht steigendes Niveau.
Das Bauzins-Trendbarometer gibt Ihnen eine Prognose, wie sich die Zinsen für Baudarlehen entwickeln. Sie erhalten einen ersten Eindruck über die Lage am Markt und entscheiden dadurch vielleicht sogar, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist.
Mit dem Zins-Check von Interhyp berechnen Sie ganz einfach Ihren Bauzins. Selbstverständlich sind unsere Fachleute für Sie da. Sie beraten Sie gern zu den aktuellen Zinsen für Baudarlehen sowie zu den passenden Finanzierungsmöglichkeiten.
Möchten Sie bei der Zinsentwicklung für die Baufinanzierung auf dem Laufenden sein? Dann abonnieren Sie den kostenlosen Interhyp-Newsletter. Darin finden Sie Marktinformationen, aktuelle Hypothekenzinsen und viele Infos über die Bauzinsentwicklung. Nutzen Sie für Ihre Baufinanzierung den Zinsvergleich von Interhyp. Mit dem persönlichen Zinsrechner für Ihre Baufinanzierung berechnen Sie Top-Zinsen für Ihr Baugeld.

Kurz und knapp: Das sagen die Expertinnen und Experten

Die von uns befragten Expertinnen und Experten gehen in der Mehrheit kurzfristig von gleichbleibenden und mittel- bis langfristig von steigenden Zinsen aus.

Allianz

"Der Kapitalbedarf der Staaten muss refinanziert werden und die Bilanzen der Zentralbanken sind schon sehr stark gewachsen, so dass der Anschein besteht, dass die Kapitalmärkte ein Teil der Mittel den Staaten direkt dauerhaft leihen müssen. Und bei Direktinvestitionen in Staatsanleihen sind positive Renditen eine nötige Voraussetzung."

Commerzbank

"Mit aufkommenden Sorgen, dass der Inflationsbuckel nicht nur vorübergehend ist und die Notenbanken früher als bislang gedacht die geldpolitische Unterstützung zurückfahren, sind die Zinserwartungen zuletzt global gestiegen. Kurzfristig dürfte der Gegenwind aus den USA anhalten, aber trotz der "moderat reduzierten" -Anleihekäufen dürfte der Einfluss der EZB auf die Euro-Anleihemärkte auch im vierten Quartal signifikant bleiben. Zinserhöhungen sehen wir auf absehbare Zeit im Euroraum weiterhin nicht."

DKB Deutsche Kreditbank

"Die Bundestagswahl hatte keinerlei Einfluss auf die Kapitalmarktzinsen. Unverändert im Mittelpunkt steht die Unsicherheit der weiteren Inflationsentwicklung. Die vorläufigen September Inflationszahlen sind in Deutschland erstmals seit über 25 Jahren über 4 Prozent. Die meisten Markteilnehmer erwarten trotzdem eine unverändert expansive EZB Geldpolitik, so dass bei den Kapitalmarktzinsen in den nächsten Monaten nur mit einem moderaten Zinsanstieg zu rechnen ist."

ING Deutschland

"Der anhaltende Inflationsdruck und der sich verstärkende Konjunkturaufschwung verringern die Notwendigkeit ultra lockerer Geldpolitik. Die amerikanische Notenbank Fed hat den Einstieg in den Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik ja fast schon angekündigt und auch die EZB wird im nächsten Jahr das Anleihenkaufprogramm langsam zurückfahren. Während Erhöhungen der Leitzinsen noch eine Weile nicht auf der Tagesordnung stehen werden, so sollte der langsame Einstieg in den Ausstieg zu einem leichten Anstieg der langfristigen Zinsen führen." (gilt auch für Österreich)

HypoVereinsbank

"Wie bereits im Frühjahr 2021 sehen wir aktuell deutlich steigende Marktrenditen. Ursache sind Ansteckungseffekte, nachdem in den USA und UK eine Straffung der Geldpolitik angekündigt wurde. Dies steht in starkem Kontrast zu den Aussichten für die Geldpolitik der EZB. Kurzfristig könnte der Aufwärtsdruck auf die Renditen noch anhalten. Mittelfristig sollte die Aussicht auf anhaltend sehr niedrige Leitzinsen in der Eurozone ein weiterhin gedämpftes Renditeniveau garantieren."

Postbank

"Die Europäische Zentralbank hat angekündigt, die Anleihekäufe im Rahmen ihres Pandemie-Nothilfeprogramms zurückzufahren. Auch in den USA dürfte eine Entscheidung zur Reduzierung der Anleihekäufe kurz bevorstehen. Bei gleichzeitig hohen Inflationsraten und einer immer noch soliden Konjunkturentwicklung nimmt der Aufwärtsdruck bei den Renditen zu, was auch zu einer Verteuerung von Hypothekendarlehen führen sollte."

Santander

"Mehrere Faktoren sprechen für mittelfristig moderat steigende Kapitalmarktzinsen. Die amerikanische Notenbank signalisiert recht deutlich, dass sie noch in diesem Jahr damit beginnen möchte, ihr billionenschweres Anleiheankaufprogramm zu drosseln. Es mehren sich die Anzeichen, dass die kräftig gestiegenen Inflationsraten sich langsamer zurückbilden werden als vor wenigen Monaten angenommen. Zudem dürfte sich die kräftige Konjunkturerholung trotz der großen Angebotsengpässe nur vorübergehend etwas abschwächen, so dass die Wachstumsraten im nächsten Jahr höher als bisher prognostiziert ausfallen sollten."

Sparkasse Hannover

"Die Zinsentwicklung schwankt derzeit zwischen den Einflüssen zunehmender Konjunktursorgen und steigender Inflationserwartungen und –risiken. Bestätigt sich Anfang 2022 die Prognose einer nur vorübergehend erhöhten Inflationsrate, wird die EZB ihre Nettoanleihekäufe bis mindestens zum Ende des Jahres 2023 fortsetzen und bis dahin nur langsam reduzieren. Damit wird der von den Märkten erwartete Zeitpunkt für die erste Leitzinserhöhung im Euroraum tendenziell nach hinten verschoben. Der Aufwärtsdruck bei den langfristigen Renditen dürfte daher trotz konjunktureller Verbesserung stark begrenzt sein."

Eine weitere Einschätzung aus Österreich:

Raiffeisen-Landesbank Steiermark: "Seit Anfang September hat es eine Aufwärtsbewegung bei den langfristigen 10-jährigen Zinsen gegeben. Je nach Entwicklung der Inflation ist mit einem gleichbleibenden bis leicht steigenden Zinsniveau zu rechnen. Die EZB geht von einer sinkenden Inflationsrate Anfang kommendes Jahr aus, der Kapitalmarkt und auch einige Analysten sind hier deutlich skeptischer und erwarten eine gleich hohe Inflation oder sogar ein leichtes Ansteigen der Inflation. Dies wird sich auch auf die Zinssituation niederschlagen."

Interhyp-Expertenrat

Die günstigen Konditionen kommen Kreditnehmerinnen und Kreditnehmern in mehrerlei Hinsicht entgegen. Einerseits kompensieren niedrigere Konditionen die seit Jahren steigenden Immobilienpreise ein wenig. Vor allem aber eröffnet der Zinsrutsch ohne nennenswerten finanziellen Mehraufwand interessante Optionen bei der Darlehensrückführung und Zinsfestschreibung. So raten wir dazu, die Konditionenersparnis in eine höhere Anfangstilgung zu investieren. Angesichts des ohnehin niedrigen Zinsniveaus empfehlen wir Tilgungsraten von anfänglich mindestens drei Prozent. Ebenso sollten Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer überlegen, für welchen Zeitraum sie die Zinsen festschreiben wollen. Neben zehnjährigen Zinsbindungen sind Festschreibungen von 15 oder 20 Jahren sehr interessant, ebenso Volltilgerdarlehen. Diese bieten mehr Sicherheit, indem sich Darlehensnehmerinnen und Darlehensnehmer einerseits vor steigenden Zinsen beim Anschlusskredit schützen und andererseits das Restschuldrisiko senken oder – mit Volltilgerdarlehen – ganz umgehen.Hypothekenzinsen - Entwicklung: Was Sie noch wissen sollten
Steht der Bau oder der Kauf einer Immobilie an? Dann ist der Hypothekenzins für Sie von besonderem Interesse. Denn in der Regel wird das Darlehen mit einem Grundpfandrecht an der entsprechenden Immobilie abgesichert.
Das bedeutet: Der Darlehensgeber erhält durch das Grundpfandrecht eine Sicherheit. Und da die Immobilie als Sicherheit dient, sollten Sie beim Budget für das Darlehen sehr genau rechnen.
Der Hypothekenzins beziehungsweise der Bauzins bewegt sich derzeit auf einem niedrigen Niveau. Mit einem günstigen Angebot können Sie also von einem Zinsvorteil für Ihr Baudarlehen profitieren. Dennoch sollten Sie bei den verschiedenen Angeboten die Zinsen genau vergleichen. Denn die Stellen nach dem Komma fallen bei fünf- oder sechsstelligen Finanzierungssummen entscheidend ins Gewicht.
Mit einer Immobilie stemmen Sie ein großes Projekt. Daher unser Tipp: Planen Sie in Ruhe und durchdenken Sie alles genau.

Wie erhalten Sie Top-Zinsen?

Wenn Sie Geld anlegen, werden die Konditionen klar angezeigt, beim Tagesgeld oder Festgeld. Ebenso wenn Sie ein Girokonto anlegen. Oft finden Sie leicht Banken, die Ihnen gute Zinsen anbieten. Wenn Sie eine Immobilie finanzieren, ist das anders. Denn viele Faktoren beeinflussen den Zinssatz. Das ist zum einen der aktuelle Marktzins, aber es fließen auch weitere Punkte in die Berechnung ein:
  • Beruf
    Banken mögen es, wenn Darlehensnehmer beruflich gut abgesichert sind, da sie dann ein geringeres Risiko bei der Rückzahlung darstellen. Daher erhalten Beamte und Beamtinnen oft Top-Zinsen. Selbstständige oder Rentner und Rentnerinnen müssen hingegen mit einem höheren Zinssatz rechnen
  • Bonität
    Wie sicher kann jemand sein Darlehen zurückzahlen? Banken prüfen Ihre Einkommenssituation genau. Mit Ihrer Einwilligung holt die Bank auch eine SCHUFA-Auskunft ein, um Ihr Zahlungsverhalten einzuschätzen. Je besser Ihre Bonität eingeschätzt wird, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen.
  • Wohnort
    Viele Banken arbeiten regional begrenzt. Deshalb müssen Sie die Postleitzahl angeben. Zusätzlich prüfen die Banken, wie es um Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Region steht. Sie kennen das: Manche Regionen und Lagen sind beliebter als andere. Je gefragter eine Immobilie ist, desto schneller findet sie einen Käufer / eine Käuferin. Und desto besser sind die Zinsen. Schließlich sinkt bei gefragten Immobilien das Risiko für die Banken, dass sie ihr Geld nicht zurückerhalten.
  • Höhe des Darlehens
    Viele Banken vergeben Top-Zinsen nur für bestimmte Mindest- oder Höchstsummen. In diesem Korridor sind Top-Zinsen zu erwarten, für niedrigere oder höhere Darlehenssummen steigt der Zinssatz.
  • Eigenkapital
    Als Faustregel gilt: Je weniger Sie das Darlehen benötigen, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen. Denn umso mehr Geld Sie haben, desto geringer ist das Risiko der Bank. Daher hält viel Eigenkapital den Zinssatz niedrig.
  • Sollzinsbindung
    Keine Bank kann voraussehen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln. Eine lange Laufzeit der Zinsbindung kostet daher einen Zinsaufschlag. Derzeit sind die Zinsen niedrig. Daher empfiehlt es sich trotz Aufschlag: Sichern Sie sich die günstigen Konditionen für möglichst viele Jahre.
  • Tilgungshöhe:
    Wenn Sie bereits am Anfang viel zurückzahlen, zahlen Sie das Darlehen insgesamt schneller zurück. Das verringert das Risiko der Bank und wird mit Top-Zinsen belohnt. Entscheiden Sie sich für ein Volltilger-Darlehen? Dann erhalten Sie meist einen Abschlag auf den Zinssatz. Auch auf diesem Weg können Sie sich Top-Zinsen sichern. Bitte vergleichen Sie die verschiedenen Darlehensarten sehr sorgfältig.
  • Sondervereinbarungen:
    Um Ihre Immobilie bestmöglich zu finanzieren, können einige zusätzliche Vereinbarungen helfen, etwa:
    - eine möglichst lange Phase ohne Bereitstellungszinsen
    - kostenlose Sondertilgungen
    - die Möglichkeit, die Tilgungshöhe anzupassen.
    Nicht jeder Darlehensgeber bietet diese Möglichkeiten, und auch die Konditionen können stark schwanken. Nur wenn Sie wirklich viele Angebote vergleichen, erhalten Sie ein individuell zugeschnittenes Darlehen mit Top-Zinsen
  • Marge der Bank
    Jede Bank erhebt einen Aufschlag auf den Marktzinssatz. Damit decken sie ihre Kosten und erwirtschaften ihren Gewinn. Auch daher gilt es, möglichst viele Angebote von Banken zu vergleichen.
In der Regel berücksichtigt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für ein Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich.
Ihr Nachbar / Ihre Nachbarin erhält Top-Zinsen von Bank A? Dann muss das für Sie nicht gelten und vielleicht bietet für Sie Bank B den besseren Zinssatz. Daher ist der Vergleich so wichtig.
Bei uns erhalten Sie ihn ganz unverbindlich. Die Expertinnen und Experten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie handeln in Ihrem Interesse. Gemeinsam vergleichen Sie Angebote von über 500 Anbietern. So finden Sie bestimmt Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt - und Ihnen den Traum vom eigenen Haus erfüllt.
Generell nutzt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für das Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich. Wenn Ihr Nachbar Top-Zinsen von Bank A erhält, kann für Sie Bank B den besseren Zinssatz im Angebot haben. Nutzen Sie deshalb unbedingt die Möglichkeit zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich. So finden Sie die Bank, die Ihnen für Ihren Traum vom Haus die besten Hypothekenzinsen anbietet. Die Baufinanzierungsexperten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie nehmen gemeinsam mit Ihnen einen Vergleich der Angebote von mehr als 500 Anbietern zur Baufinanzierung vor. So finden Sie immer Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt.
Wichtig: Auch wenn die Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen aktuell niedrig sind. Schließen Sie nichts voreilig ab. Planen Sie vielmehr wohlüberlegt. Und dazu gehört ein sorgfältiger Vergleich der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um auf dem Laufenden zu bleiben. Gut beraten sind Sie nur mit objektiven Expertinnen und Experten, die Sie über mögliche Darlehensvarianten aufklären und mit allen wichtigen Informationen versorgen.

Darlehenszinsen im Allgemeinen - das sollten Sie wissen

Die Darlehenszinsen sind ein aktuell großes Thema. Denn noch immer sind die Kreditzinsen auf einem äußerst geringen Niveau. Dies gilt keinesfalls nur für die Bauzinsen. Sie erhalten beispielsweise auch Ratenkredite zu aktuell sehr niedrigen Zinssätzen. Bevor Sie einen Kredit aufnehmen, sollten Sie jedoch einiges über Darlehenszinsen wissen.

Wonach richtet sich die Höhe der Darlehenszinsen?

Die Höhe der Darlehenszinsen wird von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflusst. Dazu zählen sowohl innere als auch äußere Faktoren, insbesondere:
  • Leitzinsen bzw. allgemeines Zinsniveau am Markt
  • Darlehensart
  • Bonität des Kunden / der Kundin
  • Darlehenssumme und Laufzeit
  • Sicherheiten
Für Sie interessant: Die Darlehenszinsen hängen auch von der Kreditart ab. So zahlen Sie beispielsweise für einen Dispositionskredit auch 2021 noch Zinssätze von teilweise zehn, elf oder sogar zwölf Prozent. Einen Ratenkredit erhalten Sie hingegen im günstigsten Fall sogar zu einem Zins von unter zwei Prozent. Noch günstiger sind derzeit Immobilienkredite. Denn sie werden mittlerweile schon zu vorteilhaften Zinssätzen vergeben.

Wie werden die Darlehenszinsen berechnet?

Sie berechnen Darlehenszinsen relativ einfach. Sie benötigen dazu lediglich die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit des Darlehens sowie den Zinssatz, den die Bank veranschlagt. Auf dieser Grundlage können Sie den zu zahlenden Darlehenszins berechnen, ebenso wie die monatliche Kreditrate.
Bei einem Immobilienkredit kommt als Besonderheit hinzu: Die Höhe der zu zahlenden Darlehenszinsen nimmt im Laufe der Jahre ab. Dies geschieht durch die Tilgungsverrechnung, die meist monatlich stattfindet.
Sie bewirkt nämlich, dass Ihre Restschuld um die bereits geleistete Tilgung reduziert wird. Denn die Darlehenszinsen werden bei einem Hypothekenkredit ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Restschuld ermittelt. Somit wird die Zinssumme im Laufe der Zeit immer geringer. Auf der anderen Seite erhöht sich die Tilgung, wenn Sie sich für ein Annuitätendarlehen entschieden haben. Dort bleibt die monatliche Kreditrate nämlich immer gleich, sodass sich nur das Verhältnis von Tilgung und Zinsen verschiebt.
Möchten Sie Ihren persönlichen Top-Zins stets im Auge behalten? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Zins-Radar.

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