Wie entwickeln sich die Bauzinsen in der Baufinanzierung? Unsere Zins-Charts

Wenn Sie ein Immobiliendarlehen aufnehmen, machen die Zinsen einen großen Teil der Kosten aus. Schon minimale Unterschiede hinter dem Komma können über tausende von Euro oder einige Jahre Kreditlast entscheiden. Daher beobachten wir das aktuelle Zinsniveau und dessen Auswirkungen auf die Baufinanzierungen sehr genau. Sie erhalten von uns sämtliche Informationen. Damit Sie im Bilde sind und wissen, was die Zinsen bei einem viele Jahre laufenden Baudarlehen für Sie bedeuten.

von Britta Barlage in München, aktualisiert 06.05.2021

Zinsentwicklung und Expertenmeinungen: Hier finden Sie wichtige Infos & aktuelle Bauzinsen

Das Zinsniveau ist historisch günstig. Das sollten Sie nutzen - aber informieren Sie sich hier vorab über die Bauzinsentwicklung und aktuelle Hypothekenzinsen. Sie sehen aktuelle Konditionen und frühere Entwicklungen auf einen Blick.
Wie werden sich die Zinsen weiter entwickeln? Steigen sie, fallen sie oder bleiben sie gleich? Und wird der Hypothekenzins fallen, sodass Maßnahmen an der eigenen Immobilie günstig über einen Kredit finanziert werden können? Antworten auf die wichtigen Fragen finden Sie in unserem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer. Das Trendbarometer wird auf Basis von Expertenmeinungen erstellt.
Mit den Zins-Charts und dem Trendbarometer erhalten Sie einen guten Überblick zu aktuellen Hypothekenzinsen und zur Bauzinsentwicklung. So stellen Sie Ihre Finanzierung auf eine solide Basis und sichern sich Angebote von Banken mit Top-Zinsen.
Es ist wichtig, dass Sie den durchschnittlichen Zinssatz für Hypotheken zu kennen. Denn so lassen sich die Hypothekenzinsen im Vergleich besser beurteilen.
Aktuelle Informationen: Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins noch immer auf null Prozent. Laut der Expertenbefragung für den Interhyp-Zinsbericht vom 1. Juli 2021 bietet das niedrige Zinsumfeld immer noch positive Impulse für Immobilieninteressenten. Zwar befördern die nach der Corona-Delle erstarkende gesamtwirtschaftliche Nachfrage, die Rohstoffe und Nahrungsmittel sowie Vorprodukte bereits verteuert hat, die Inflation. Dennoch sehen die Notenbanker der EZB trotz der aktuell deutlich höheren Steigerungsraten derzeit keinen Anlass, die Geldpolitik zu ändern.
Die meisten Experten erwarten zwar auf Halbjahres- und Jahressicht steigende Zinsen aufgrund des zu erwartenden weltweiten Wirtschaftswachstums. Kurzfristig sieht die Mehrheit aber eher ein gleichbleibendes Zinsniveau.

Früher und heute: Unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen vierzig Jahren nie auf einem so niedrigen Niveau wie in den letzten Jahren, sind allerdings im ersten Halbjahr 2021 wieder leicht angestiegen. Im Juli 2021 befinden sich in etwa auf dem Niveau von einem Prozent für zehnjährige Darlehen.
Auch wenn letztlich niemand sagen kann, wie sich die Zinsen genau entwickeln, empfehlen wir: Sollten Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, warten Sie nicht zu lange und nutzen Sie jetzt die günstigen Immobilienzinsen für sich. Natürlich sollten Sie dennoch die Finanzierung gut überlegen und sich beraten lassen.

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Sichern Sie sich die im historischen Vergleich noch immer sehr niedrigen Zinsen. Für Ihre Baufinanzierung lohnt sich der Zinsvergleich. Denn mit Interhyp nutzen Sie den idealen Zeitpunkt für Ihre Finanzierung. Und Ihre Beraterin oder Ihr Berater bietet Ihnen die passende Lösung aus den Angeboten von über 500 Darlehensgebern.

Interhyp-Zinsbericht

Interhyp gibt im monatlichen Interhyp-Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Mit diesen Informationen lassen sich die Zinsen für Baudarlehen im Vergleich deutlich leichter beurteilen. So können Sie sich für Ihr Baudarlehen Konditionen sichern, die für Sie besonders günstig sind - oder auf Basis unserer Prognose auf bessere Konditionen warten. Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer auch hier auf unserer Seite. Erfahren Sie mehr zu den Zinsen für Immobilienkredite - und zu den Auswirkungen auf die Hausfinanzierung.

Zinsbericht und Interhyp-Bauzins-Trendbarometer Juli 2021:

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Nach dem Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen im März, April und Mai hat die Aufwärtsbewegung im Juni nachgelassen und die Zinsen bewegen sich seitwärts. Anfang Juli liegen die Konditionen für zehnjährige Darlehen bei rund einem Prozent. Mit Blick auf die neuesten Prognosen zur Konjunkturerholung, der Inflationserwartung und Zinspolitik ist auch in den nächsten Wochen eine Seitwärtsbewegung am wahrscheinlichsten. Zu diesem Fazit kommen auch die Experten, die wir monatlich im Rahmen unseres Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragen. Immobilienkäufer und Anschlussfinanzierungskunden finden finanzierungsseitig entsprechend weiterhin ausgezeichnete Bedingungen vor. Die Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus, neue Lockdowns oder Verschärfungen in Portugal, Australien und Israel verdeutlichen uns gleichzeitig, dass Prognosen im momentanen Umfeld schwierig bleiben. Kunden mit Finanzierungsbedarf sollten versuchen, sich durch eine solide Kalkulation und langfristige Entscheidungen möglichst unabhängig zu machen von kurzfristigen Entwicklungen."
Steigenden Zinsen, höheren Baukosten durch Lieferengpässe und hohen Immobilienpreisen zum Trotz sehnt sich die Mehrheit der Menschen in Deutschland nach einem eigenen Heim. Das zeigt unsere neueste Interhyp-Wohntraumstudie, für die wir sowohl tiefenpsychologische Interviews als auch auf eine umfangreiche und repräsentative Feldforschung mit mehr als 2.100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt haben. 72 Prozent der Mieterinnen und Mieter wünschen sich demnach eine eigene Immobilie - deutlich mehr als 2019, als es noch 66 Prozent waren. Das freistehende Einfamilienhaus steht dabei im Jahr 2021 symbolisch für Sicherheit, Freiheit, Ruhe und Idyll ganz oben auf der Wunschliste.
Die Immobilie bleibt nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie einer der zentralen Ankerpunkte der Deutschen. Unsere Studie hat auch gezeigt: So hoch das eigene Zuhause im Kurs steht, so schwierig wird der Weg dorthin angesichts steigender Preise und fehlenden Angebots empfunden. Gerade in den qualitativen Interviews offenbarte sich, dass viele Mieterinnen und Mieter eine regelrechte Torschlusspanik empfinden. Sie befürchten, dass sie sich in der angespannten Marktlage kein Eigentum mehr leisten können. Aus Erfahrung können wir sagen: Es lohnt sich, am Thema dran zu bleiben. Das bestätigt die Studie: 90 Prozent der Eigentümerinnen und Eigentümer sind mit der Entscheidung für ihre Immobilie zufrieden.
Mit 1. Juli gibt es ein zusätzliches Argument für Häuslebauer und Käufer. Die zweite Stufe des neuen Fördersystems für energetische Sanierungen ist in Kraft getreten, mit dem die Bundesregierung einen weiteren Beitrag leisten will, die Klimaziele zu erreichen. Interessenten profitieren von höheren Kreditsummen, höheren Zuschüssen und günstigen Zinsen. Je besser das erreichte Energieeffizienzniveau, desto höher der Zuschuss. Die Darlehenssummen sind je nach Programm und Energieeffizienz auf 60.000, 120.000 oder 150.000 Euro begrenzt. Zusätzlich fließen nach der Fertigstellung Tilgungszuschüsse von bis zu 50 Prozent direkt auf das Darlehen und verkürzen damit dessen Gesamtlaufzeit.

Zins- und Marktumfeld

Die Corona-Pandemie bleibt in vielerlei Hinsicht marktbestimmend. Während sich die Lockerungen in Deutschland und anderen Ländern direkt positiv auf die Wirtschaftsentwicklung auswirken, zeigen neue Lockdowns oder Verschärfungen in Portugal, Australien oder Israel, dass die Covid-Pandemie noch nicht ausgestanden ist.
Wie komplex die Zusammenhänge sind, verdeutlicht die aktuelle Inflationsentwicklung. Die Teuerung hatte in den letzten Monaten einerseits wegen höherer Energiekosten zugenommen. Andererseits hatten auch Lieferengpässe, zu denen es wegen Corona gekommen ist, die Teuerung angeheizt. In den USA lag die Inflation im Mai bei fünf Prozent. Auch in Deutschland erreichte die Inflationsrate im Mai mit 2,5 Prozent den höchsten Stand seit fast zehn Jahren. Zur Einordnung: Noch im letzten Jahr war von einer Deflation die Rede. Das Inflationsziel der Notenbanken liegt bei etwa 2 Prozent. Die Prognosen für die Zukunft gehen aber nicht unbedingt von höheren Steigerungen aus. Die Bundesbank etwa rechnet hierzulande im kommenden Jahr mit einer Inflation von etwa 1,8 Prozent.
Die Konjunkturaussichten haben sich in den vergangenen Wochen weiter aufgehellt. Die US-Wirtschaft soll laut Fed in diesem Jahr mit Hilfe der billionenschweren Konjunkturpakete der Regierung um 6,5 Prozent wachsen. Auch in Deutschland nimmt das Wachstum Fahrt auf. Das IfW hat seine Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 3,9 Prozent nach oben korrigiert. 2022 soll die Wirtschaft noch stärker zulegen.
Der Optimismus spiegelt sich auch anderswo wider. Der Ifo-Index für das Geschäftsklima, der die Stimmung in der deutschen Wirtschaft misst, ist gerade um 2,6 Punkte auf 101,8 Punkte gestiegen ? der höchste Stand seit November 2018. Auch die Verbraucher wollen shoppen und Geld ausgeben. Die Konsumlaune in Deutschland ist der neuesten Studie des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK zufolge so gut wie seit August 2020 nicht mehr. Im Zuge der Frühjahrsbelebung ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai gesunken.
In vielen anderen Ländern sieht die Momentaufnahme ähnlich aus. Vorsicht bleibt jedoch geboten. So haben in Deutschland im ersten Halbjahr rund 65.000 Privatleute und Firmen Insolvenz angemeldet. Die Staatsverschuldungen sind immens. Ob Aktienindex Dax oder Dow: Die Rekordstände an den Börsen sind nicht allein Zeichen der künftigen Gewinnerwartung, sondern ebenso Ausdruck der vorhandenen Liquidität und des Anlagedrucks der Investoren.
Die Zentralbanken verkünden, dass Geld vorerst günstig bleiben wird. Zwar hat die Fed im Juni angekündigt bis Ende 2023 in zwei Schritten die Leitzinsen erhöhen zu wollen. Aber kurzfristig soll der Leitzins in der Spanne zwischen 0 und 0,25 Prozent bleiben. Die EZB-Sitzung beurteilt die aktuelle Wirtschafts- und Inflationsentwicklung trotz der aktuell positiven Vorzeichen noch vorsichtiger. Wie die europäischen Notenbanker im Juni verlauten ließen, wollen sie trotz der zunehmenden Entspannung in der Corona-Krise die Krisenhilfen fortsetzen. Die Anleihekäufe sollen weiter hoch ausfallen, die Leitzinsen verharren unangetastet auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.
Die Renditen der Bundesanleihen, die als wichtige Benchmark für die Immobilienfinanzierung gelten, zeichnen die vorsichtig optimistische Marktlage der vergangenen Monate nach. Die Nachfrage nach den als extrem sicher geltenden Papieren ist weiter geringer als in den Monaten zuvor. Im Juni haben sie sich wie im Mai nur noch leicht im Minus-Bereich bewegt und notieren bei rund minus 0,1 bis minus 0,2 Prozent. Das bedeutet: Investoren sind anhaltend etwas risikofreudiger als in den vergangenen beiden Jahren. Das hat das Zinsniveau etwas angehoben ? was auch Baufinanzierungskunden spüren.

Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer, einer monatlichen Befragung von Zinsexperten deutscher Kreditinstitute, hält die Mehrheit weitere Zinssteigerungen auf Halbjahres- und Jahressicht für möglich. In den nächsten Wochen erwarten fünf von zehn befragten Kreditinstituten einen steigenden Trend.

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, Commerzbank, DKB, ING, HypoVereinsbank, Münchener Hyp, Postbank, PSD Rhein-Neckar-Saar, PSD Rhein-Ruhr, Santander, Sparkasse Hannover sowie der Hypovereinsbank zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.
Wir haben auch in Österreich Banken befragt: die Erste Bank, die Raiffeisen-Landesbank Steiermark und die ING Österreich. Kurzfristig erwarten alle drei ein gleichbleibendes Niveau. Mittel- bis langfristig erwarten zwei einen leicht steigenden Trend, eine Bank ein gleichbleibendes Niveau. Die Einschätzung für Österreich haben wir nicht in die Grafik einberechnet.

Interhyp-Expertenrat

Immobilienkäufer finden weiterhin sehr gute Finanzierungsbedingungen vor, die sie mit langen Zinsfestschreibungen und hohen Anfangstilgungen perfekt für sich nutzen können. Wir raten zudem, die neuen BEG-Förderungen, die über die KfW möglich sind, frühzeitig in die Finanzplanung einzubinden. Erst- und Anschlussberatungen sind wichtiger denn je, um nicht unwissentlich die Förderfähigkeit zu gefährden. Gerade rund um den Vorhabensbeginn und die Beauftragung von Leistungen sollten sich Interessenten frühzeitig über die genauen Förderbedingungen erkundigen, zum Beispiel im Gespräch mit den Finanzierungsberatern bei Interhyp. Beispielsweise muss der Antrag auf Förderung vor Abschluss des Kaufvertrags für die Immobilie erfolgen.
Interessenten für eine Anschlussfinanzierung in einiger Zeit sollten die Möglichkeit eines Forward-Darlehens prüfen.

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Die Marktexperten erwarten mehrheitlich kurzfristig eine Seitwärtsbewegung bei den Zinsen. Langfristig können sich viele wie bereits im Vormonat noch höhere Zinsen vorstellen.
Allianz: "Die Anzeichen für eine Inflation verfestigen sich. Die Märkte folgen der von den Notenbanken vorgegebenen Linie und reagieren mit einem moderaten Zinsanstieg. Versuche, den Zinsanstieg ganz zu unterbinden, waren hingegen nur von kurzer Dauer."
Commerzbank: "Mit der Aussicht auf einen kräftigen Wachstumsschub durch das Abebben der Pandemie und den Konjunkturpaketen dürften die US-Renditen über den Sommer tendenziell steigen. Außerdem nehmen die Spekulationen über weniger Anleihekäufe ab dem Jahreswechsel, gefolgt von einer ersten Zinserhöhung bereits gegen Ende des kommenden Jahres, zu. Zwar strahlt dies auch auf die europäischen Zinsmärkte ab, aber die EZB dürfte einen deutlichen Renditeanstieg mit ihren Anleihekäufen weitgehend verhindern. Im 2. Halbjahr dürfte der Aufwärtsdruck auf die Euro-Zinsen nachlassen, wenn klar wird, dass die Pandemie strukturelle Schäden hinterlässt und die Inflation nicht nachhaltig anzieht."
DKB Deutsche Kreditbank: "Nach wie vor ist die EZB unbeeindruckt von den steigenden Inflationszahlen in Europa und führt ihre lockere Zinspolitik fort. Es gibt keinerlei Anzeichen, dass die während der Pandemie aufgelegten Ankaufsprogramme vorzeitig eingestellt oder reduziert werden. Für die nächsten Wochen wird unverändert eine Seitwärtsbewegung der Kapitalmarktzinsen erwartet."
HypoVereinsbank: "Nach zwei Aufwärtswellen im Februar und April/Mai haben sich die Renditen für Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit nun bei -0,20 Prozent eingependelt. Die marktbasierten Inflationserwartungen steigen nicht mehr an, und die Europäische Zentralbank ist erfolgreich darin, die Realzinskomponente niedrig zu halten. An dieser Gesamtkonstellation sollte sich unserer Einschätzung nach auch in den kommenden Wochen und Monaten nichts Grundsätzliches ändern."
ING Deutschland: "Trotz anhaltender Inflationssorgen und dem sich anbahnenden Kurswechsel der amerikanischen Notenbanken bleiben die Marktteilnehmer scheinbar unberührt und bewegen sich die Kapitalmarktzinsen kaum. Diese Diskrepanz zwischen Analysten und Marktteilnehmern wird sich wohl kurzfristig nicht ändern, sondern erst Ende des Sommers, sobald die Fed bei der Jackson Hole Konferenz den langsamen Einstieg in den Ausstieg andeuten wird." (für Österreich und Deutschland)
MünchenerHyp: "Aktuell stützt die EZB mit ihrem Kaufprogramm die Bondmärkte. Eine Reduzierung dieser Käufe sollte auf der September-Sitzung der EZB beschlossen werden und zusammen mit der Erholung der Wirtschaft für etwas steigende Zinsen im 2. Halbjahr sorgen. Einen nachhaltigen deutlichen Anstieg der Inflationsraten sehen wir derzeit nicht, weshalb der Zinsanstieg im langen Bereich nur moderat ausfallen dürfte."
Postbank: "Aktuell nimmt der Preisdruck wegen höherer Energiepreise, Engpässen in den globalen Lieferketten und einer dynamischen Konsumnachfrage stark zu. Dementsprechend werden auch die Diskussionen um eine baldige Trendwende in der Geldpolitik intensiver. In der Folge dürfte der Aufwärtsdruck bei den Kapitalmarktzinsen zunehmen und zu einer moderaten Verteuerung der Finanzierungskonditionen beim Immobilienerwerb führen."
PSD Bank RheinNeckarSaar: "Neben dem Anstieg der Preise für Rohstoffe (auch bedingt durch einen Angebotsmangel sowie Verzögerungen im Transport) setzen auch die Lebensmittelpreise ihren Anstieg fort. Sollte sich die Entwicklung nicht als temporär erweisen, sondern sich verfestigen, sind höhere Zinsen am langen Ende nicht zu vermeiden. Der Balanceakt für die Notenbanken, insbesondere auch der EZB, in die Zinsgestaltung einzugreifen, könnte sich als immer schwieriger erweisen. Der Fähigkeit die Zinsen auf sehr tiefem Niveau zu halten, könnte durch die enormen Haushaltsdefizite (zusätzlich über das Gesundheitswesen belastet) und aufgrund der Geldmengenentwicklung sehr erschwert werden. Dadurch könnte auch das Vertrauen der Marktteilnehmer leiden und zu einem späteren Zeitpunkt einen Zinsschub nach oben auslösen."
PSD Bank Rhein-Ruhr: "Dass trotz steigender Inflation der Zins nicht steigt, ist nicht normal."
Santander: "Die amerikanische Notenbank hat eindeutige Signale gesendet, dass sie ihre Leitzinsen voraussichtlich bereits 2023 erstmals erhöhen wird und nicht wie bisher 2024 oder noch später. Dies führt nicht kurzfristig zu einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen, da bis dahin noch einige Zeit vergeht. Zudem versucht die amerikanische Notenbank weiterhin die Anleihemärkte zu beruhigen, indem sie die spürbare Beschleunigung des Preisanstiegs im ersten Halbjahr vor allem auf Sondereffekte zurückführt und einen schrittweisen Rückgang der erhöhten Inflationsrate in den kommenden Monaten erwartet."
Sparkasse Hannover: "Nachdem die EZB in diesem Jahr ihre expansive Geldpolitik aufrechterhalten und verteidigen wird, dürften im nächsten Jahr nach konjunktureller Überwindung der Corona-Krise die ersten Zinsschritte deutlich klarer am Horizont erkennbar werden. Inflationssorgen dürften sich hingegen als überwiegend temporärer Natur herausstellen, was den erwarteten Anstieg langfristiger Zinsen begrenzt."
Weitere Antwort aus Österreich:
Raiffeisen-Landesbank Steiermark: "In den letzten Monaten sind die Inflationserwartungen deutlich angestiegen. Dadurch wurden auch die langfristigen Zinsen (z.B. 10 Jahres-Swap) nach oben gezogen. Obwohl die EZB die Volumina ihrer Anleihenkäufe in den letzten Monaten ausgeweitet hat, sind die Zinssätze weiter gestiegen. Sollte künftig die Inflation weiter ansteigen, ist auch mit einem weiteren leichten Anstieg der langfristigen Zinen zu rechnen."
Das Bauzins-Trendbarometer gibt Ihnen eine Prognose, wie sich die Zinsen für Baudarlehen entwickeln. Sie erhalten einen ersten Eindruck über die Lage am Markt und entscheiden dadurch vielleicht sogar, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist.
Mit dem Zins-Check von Interhyp berechnen Sie ganz einfach Ihren Bauzins. Selbstverständlich sind unsere Fachleute für Sie da. Sie beraten Sie gern zu den aktuellen Zinsen für Baudarlehen sowie zu den passenden Finanzierungsmöglichkeiten.
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Hypothekenzinsen - Entwicklung: Was Sie noch wissen sollten

Steht der Bau oder der Kauf einer Immobilie an? Dann ist der Hypothekenzins für Sie von besonderem Interesse. Denn in der Regel wird das Darlehen mit einem Grundpfandrecht an der entsprechenden Immobilie abgesichert.
Das bedeutet: Der Darlehensgeber erhält durch das Grundpfandrecht eine Sicherheit. Und da die Immobilie als Sicherheit dient, sollten Sie beim Budget für das Darlehen sehr genau rechnen.
Der Hypothekenzins beziehungsweise der Bauzins bewegt sich derzeit auf einem niedrigen Niveau. Mit einem günstigen Angebot können Sie also von einem Zinsvorteil für Ihr Baudarlehen profitieren. Dennoch sollten Sie bei den verschiedenen Angeboten die Zinsen genau vergleichen. Denn die Stellen nach dem Komma fallen bei fünf- oder sechsstelligen Finanzierungssummen entscheidend ins Gewicht.
Mit einer Immobilie stemmen Sie ein großes Projekt. Daher unser Tipp: Planen Sie in Ruhe und durchdenken Sie alles genau.

Wie erhalten Sie Top-Zinsen?

Wenn Sie Geld anlegen, werden die Konditionen klar angezeigt, beim Tagesgeld oder Festgeld. Ebenso wenn Sie ein Girokonto anlegen. Oft finden Sie leicht Banken, die Ihnen gute Zinsen anbieten. Wenn Sie eine Immobilie finanzieren, ist das anders. Denn viele Faktoren beeinflussen den Zinssatz. Das ist zum einen der aktuelle Marktzins, aber es fließen auch weitere Punkte in die Berechnung ein:
  • Beruf
    Banken mögen es, wenn Darlehensnehmer beruflich gut abgesichert sind, da sie dann ein geringeres Risiko bei der Rückzahlung darstellen. Daher erhalten Beamte und Beamtinnen oft Top-Zinsen. Selbstständige oder Rentner und Rentnerinnen müssen hingegen mit einem höheren Zinssatz rechnen
  • Bonität
    Wie sicher kann jemand sein Darlehen zurückzahlen? Banken prüfen Ihre Einkommenssituation genau. Mit Ihrer Einwilligung holt die Bank auch eine SCHUFA-Auskunft ein, um Ihr Zahlungsverhalten einzuschätzen. Je besser Ihre Bonität eingeschätzt wird, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen.
  • Wohnort
    Viele Banken arbeiten regional begrenzt. Deshalb müssen Sie die Postleitzahl angeben. Zusätzlich prüfen die Banken, wie es um Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Region steht. Sie kennen das: Manche Regionen und Lagen sind beliebter als andere. Je gefragter eine Immobilie ist, desto schneller findet sie einen Käufer / eine Käuferin. Und desto besser sind die Zinsen. Schließlich sinkt bei gefragten Immobilien das Risiko für die Banken, dass sie ihr Geld nicht zurückerhalten.
  • Höhe des Darlehens
    Viele Banken vergeben Top-Zinsen nur für bestimmte Mindest- oder Höchstsummen. In diesem Korridor sind Top-Zinsen zu erwarten, für niedrigere oder höhere Darlehenssummen steigt der Zinssatz.
  • Eigenkapital
    Als Faustregel gilt: Je weniger Sie das Darlehen benötigen, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen. Denn umso mehr Geld Sie haben, desto geringer ist das Risiko der Bank. Daher hält viel Eigenkapital den Zinssatz niedrig.
  • Sollzinsbindung
    Keine Bank kann voraussehen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln. Eine lange Laufzeit der Zinsbindung kostet daher einen Zinsaufschlag. Derzeit sind die Zinsen niedrig. Daher empfiehlt es sich trotz Aufschlag: Sichern Sie sich die günstigen Konditionen für möglichst viele Jahre.
  • Tilgungshöhe:
    Wenn Sie bereits am Anfang viel zurückzahlen, zahlen Sie das Darlehen insgesamt schneller zurück. Das verringert das Risiko der Bank und wird mit Top-Zinsen belohnt. Entscheiden Sie sich für ein Volltilger-Darlehen? Dann erhalten Sie meist einen Abschlag auf den Zinssatz. Auch auf diesem Weg können Sie sich Top-Zinsen sichern. Bitte vergleichen Sie die verschiedenen Darlehensarten sehr sorgfältig.
  • Sondervereinbarungen:
    Um Ihre Immobilie bestmöglich zu finanzieren, können einige zusätzliche Vereinbarungen helfen, etwa:
    - eine möglichst lange Phase ohne Bereitstellungszinsen
    - kostenlose Sondertilgungen
    - die Möglichkeit, die Tilgungshöhe anzupassen.
    Nicht jeder Darlehensgeber bietet diese Möglichkeiten, und auch die Konditionen können stark schwanken. Nur wenn Sie wirklich viele Angebote vergleichen, erhalten Sie ein individuell zugeschnittenes Darlehen mit Top-Zinsen
  • Marge der Bank
    Jede Bank erhebt einen Aufschlag auf den Marktzinssatz. Damit decken sie ihre Kosten und erwirtschaften ihren Gewinn. Auch daher gilt es, möglichst viele Angebote von Banken zu vergleichen.
In der Regel berücksichtigt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für ein Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich.
Ihr Nachbar / Ihre Nachbarin erhält Top-Zinsen von Bank A? Dann muss das für Sie nicht gelten und vielleicht bietet für Sie Bank B den besseren Zinssatz. Daher ist der Vergleich so wichtig.
Bei uns erhalten Sie ihn ganz unverbindlich. Die Expertinnen und Experten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie handeln in Ihrem Interesse. Gemeinsam vergleichen Sie Angebote von über 500 Anbietern. So finden Sie bestimmt Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt - und Ihnen den Traum vom eigenen Haus erfüllt.
Generell nutzt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für das Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich. Wenn Ihr Nachbar Top-Zinsen von Bank A erhält, kann für Sie Bank B den besseren Zinssatz im Angebot haben. Nutzen Sie deshalb unbedingt die Möglichkeit zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich. So finden Sie die Bank, die Ihnen für Ihren Traum vom Haus die besten Hypothekenzinsen anbietet. Die Baufinanzierungsexperten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie nehmen gemeinsam mit Ihnen einen Vergleich der Angebote von mehr als 500 Anbietern zur Baufinanzierung vor. So finden Sie immer Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt.
Wichtig: Auch wenn die Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen aktuell niedrig sind. Schließen Sie nichts voreilig ab. Planen Sie vielmehr wohlüberlegt. Und dazu gehört ein sorgfältiger Vergleich der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um auf dem Laufenden zu bleiben. Gut beraten sind Sie nur mit objektiven Expertinnen und Experten, die Sie über mögliche Darlehensvarianten aufklären und mit allen wichtigen Informationen versorgen.

Darlehenszinsen im Allgemeinen - das sollten Sie wissen

Die Darlehenszinsen sind ein aktuell großes Thema. Denn noch immer sind die Kreditzinsen auf einem äußerst geringen Niveau. Dies gilt keinesfalls nur für die Bauzinsen. Sie erhalten beispielsweise auch Ratenkredite zu aktuell sehr niedrigen Zinssätzen. Bevor Sie einen Kredit aufnehmen, sollten Sie jedoch einiges über Darlehenszinsen wissen.

Wonach richtet sich die Höhe der Darlehenszinsen?

Die Höhe der Darlehenszinsen wird von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflusst. Dazu zählen sowohl innere als auch äußere Faktoren, insbesondere:
  • Leitzinsen bzw. allgemeines Zinsniveau am Markt
  • Darlehensart
  • Bonität des Kunden / der Kundin
  • Darlehenssumme und Laufzeit
  • Sicherheiten
Für Sie interessant: Die Darlehenszinsen hängen auch von der Kreditart ab. So zahlen Sie beispielsweise für einen Dispositionskredit auch 2021 noch Zinssätze von teilweise zehn, elf oder sogar zwölf Prozent. Einen Ratenkredit erhalten Sie hingegen im günstigsten Fall sogar zu einem Zins von unter zwei Prozent. Noch günstiger sind derzeit Immobilienkredite. Denn sie werden mittlerweile schon zu vorteilhaften Zinssätzen vergeben.

Wie werden die Darlehenszinsen berechnet?

Sie berechnen Darlehenszinsen relativ einfach. Sie benötigen dazu lediglich die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit des Darlehens sowie den Zinssatz, den die Bank veranschlagt. Auf dieser Grundlage können Sie den zu zahlenden Darlehenszins berechnen, ebenso wie die monatliche Kreditrate.
Bei einem Immobilienkredit kommt als Besonderheit hinzu: Die Höhe der zu zahlenden Darlehenszinsen nimmt im Laufe der Jahre ab. Dies geschieht durch die Tilgungsverrechnung, die meist monatlich stattfindet.
Sie bewirkt nämlich, dass Ihre Restschuld um die bereits geleistete Tilgung reduziert wird. Denn die Darlehenszinsen werden bei einem Hypothekenkredit ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Restschuld ermittelt. Somit wird die Zinssumme im Laufe der Zeit immer geringer. Auf der anderen Seite erhöht sich die Tilgung, wenn Sie sich für ein Annuitätendarlehen entschieden haben. Dort bleibt die monatliche Kreditrate nämlich immer gleich, sodass sich nur das Verhältnis von Tilgung und Zinsen verschiebt.
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