Wie entwickeln sich die Bauzinsen in der Baufinanzierung? Unsere Zins-Charts

Wenn Sie ein Immobiliendarlehen aufnehmen, machen die Zinsen einen großen Teil der Kosten aus. Schon minimale Unterschiede hinter dem Komma können über tausende von Euro oder einige Jahre Kreditlast entscheiden. Daher beobachten wir das aktuelle Zinsniveau und dessen Auswirkungen auf die Baufinanzierungen sehr genau. Sie erhalten von uns sämtliche Informationen. Wir zeigen Ihnen, was der aktuelle Anstieg bei den Zinsen bei einem Baudarlehen für Sie bedeutet. Fragen Sie gerne eine Finanzierung bei uns an!

Autor:in
von Britta Barlage  in München, aktualisiert 27.10.2022
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Zinsentwicklung und Expertenmeinungen: Hier finden Sie wichtige Infos & aktuelle Bauzinsen

Zeitraum im Rückblick

Sollzinsbindung

Wie geht es weiter?

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktuell: Die Zinsen für Immobiliendarlehen sind auf ein weiteres Jahreshoch geklettert und liegen nun bei über 4 %. Jedoch scheint der rasante Aufschwung nun langsam ein Ende zu nehmen. Seitwärtsbewegungen und Schwankungen werden wahrscheinlicher. Auf Halbjahres- und Jahressicht erwartet eine knappe Mehrheit der von uns befragten Expertinnen und Experten weiter steigende Zinsen.
  • Der Grund: Die Erhöhung des Leitzinses der EZB um 0,75 Prozentpunkte ist in den Bauzinsen bereits eingepreist. Zudem bremsen die aktuell getrübten Konjunkturaussichten den Anstieg.
  • Unsere Empfehlung: Kaufinteressierte sollten auch ohne konkretes Objekt in den Finanzierungsprozess einsteigen. Wer seine finanziellen Möglichkeiten kennt und alle seine Unterlagen rechtzeitig zusammengetragen hat, kann besser verhandeln und schneller reagieren. Ein weiterer Hebel sind Bausparverträge, die es derzeit noch zu günstigen Zinskonditionen gibt. Interessierte sollten sich daher informieren, ob und wie sie ihren Bausparvertrag in ihre Finanzierung einbinden können.

Früher und heute: Unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen 40 Jahren nie so niedrig wie in den letzten Jahren. Doch seit Beginn des Jahres 2022 bewegen sich die Zinsen erstmals wieder in einem Aufwärtstrend und befinden sich aktuell auf dem Niveau von vor 10 Jahren.
Auch wenn letztlich niemand sagen kann, wie sich die Zinsen genau entwickeln, empfehlen wir: Sollten Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, warten Sie nicht zu lange und nutzen Sie jetzt die günstigen Immobilienzinsen für sich. Natürlich sollten Sie dennoch die Finanzierung gut überlegen und sich beraten lassen.

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Für Ihre Baufinanzierung lohnt sich der Zinsvergleich. Denn mit Interhyp nutzen Sie den idealen Zeitpunkt für Ihre Finanzierung. Und Ihre Beraterin oder Ihr Berater bietet Ihnen die passende Lösung aus den Angeboten von über 500 Darlehensgebern.

Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Aktuell steigen die Zinsen wieder. Ein Teil der Expertinnen und Experten ist sich einig, dass die Zinsen kurzfristig gleichbleiben. Ein weiterer Teil geht davon aus, dass die Zinsen sich auch kurzfristig nach oben bewegen. Der Großteil ist sich jedoch einig, dass sie im Verlauf des Jahreswahrscheinlich weiter steigen.
Zinstrend November 2022

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, Commerzbank, Deutschen Bank, HypoVereinsbank, ING Deutschland, PSD Bank RheinNeckarSaar, Santander und Sparkasse Hannover befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.
Das Bauzins-Trendbarometer gibt Ihnen eine Prognose, wie sich die Zinsen für Baudarlehen entwickeln. Sie erhalten einen ersten Eindruck über die Lage am Markt und entscheiden dadurch vielleicht sogar, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist.

Interhyp-Zinsbericht

Interhyp gibt im monatlichen Interhyp-Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Mit diesen Informationen lassen sich die Zinsen für Baudarlehen im Vergleich deutlich leichter beurteilen. So können Sie sich für Ihr Baudarlehen Konditionen sichern, die für Sie besonders günstig sind - oder auf Basis unserer Prognose auf bessere Konditionen warten. Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer auch hier auf unserer Seite. Erfahren Sie mehr zu den Zinsen für Immobilienkredite - und zu den Auswirkungen auf die Hausfinanzierung.

Zinsbericht und Interhyp-Bauzins-Trendbarometer November 2022:

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Die Zinsen für Immobiliendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung sind bereits im Oktober auf 4 % gestiegen. Immobilienkaufende und Eigentümer mit laufenden Darlehen müssen bei der Kreditaufnahme damit deutlich höhere Zinskosten stemmen. Der jetzt erfolgte erneute Jumbo-Zinsschritt der EZB von 0,75 Prozentpunkten ist in den Bauzinsen schon im Vorfeld weitgehend eingepreist worden. Auch wenn Prognosen mit Blick auf die Rekordinflation und die unsichere Konjunkturentwicklung angesichts der Energiekrise und der politischen Neupositionierungen im Zuge des Ukraine-Krieges schwierig sind, könnte der weitere Zinsanstieg zumindest an Dynamik verlieren. Die von uns monatlich befragte Expertinnen und Experten im Interhyp- Bauzins-Trendbarometer erwarten bis zum Jahresende gleichbleibende bis leicht steigende Konditionen zwischen 4 und 4,5 %. Auf Halbjahres- und Jahressicht erwarten die meisten einen weiteren leichten Anstieg, Stagnation und Schwankung nach unten sind angesichts der trüben Konjunkturaussichten möglich. "
Noch scheint es angesichts der Rekordinflation verfrüht, von einem Wendepunkt zu sprechen. Allerdings scheint es angesichts der konjunkturellen Eintrübungen zunehmend wahrscheinlicher, dass die Dynamik beim Zinsanstieg etwas nachlässt.
Damit Kaufende im aktuellen Zinsumfeld bestmöglich finanzieren, ist eine frühzeitige Beratung sinnvoll. Kaufinteressenten und -interessentinnen können und sollten auch ohne konkretes Objekt in den Finanzierungsprozess einsteigen. Je genauer Kaufwillige ihre finanziellen Möglichkeiten kennen, desto besser können sie den Immobilienmarkt durchsuchen. Der Markt wandelt sich aktuell. Die Angebote nehmen zu und es ist wieder öfter möglich, über den Preis zu sprechen. Wer seine Unterlagen rechtzeitig zusammengetragen hat, kann besser verhandeln und schneller reagieren.

Wie erhalten Sie Top-Zinsen?

Wenn Sie Geld anlegen, werden die Konditionen klar angezeigt, beim Tagesgeld oder Festgeld. Ebenso wenn Sie ein Girokonto anlegen. Oft finden Sie leicht Banken, die Ihnen gute Zinsen anbieten. Wenn Sie eine Immobilie finanzieren, ist das anders. Denn viele Faktoren beeinflussen den Zinssatz. Das ist zum einen der aktuelle Marktzins, aber es fließen auch weitere Punkte in die Berechnung ein:
  • Beruf
    Banken mögen es, wenn Darlehensnehmer beruflich gut abgesichert sind, da sie dann ein geringeres Risiko bei der Rückzahlung darstellen. Daher erhalten Beamte und Beamtinnen oft Top-Zinsen. Selbstständige oder Rentner und Rentnerinnen müssen hingegen mit einem höheren Zinssatz rechnen
  • Bonität
    Wie sicher kann jemand sein Darlehen zurückzahlen? Banken prüfen Ihre Einkommenssituation genau. Mit Ihrer Einwilligung holt die Bank auch eine SCHUFA-Auskunft ein, um Ihr Zahlungsverhalten einzuschätzen. Je besser Ihre Bonität eingeschätzt wird, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen.
  • Wohnort
    Viele Banken arbeiten regional begrenzt. Deshalb müssen Sie die Postleitzahl angeben. Zusätzlich prüfen die Banken, wie es um Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Region steht. Sie kennen das: Manche Regionen und Lagen sind beliebter als andere. Je gefragter eine Immobilie ist, desto schneller findet sie einen Käufer / eine Käuferin. Und desto besser sind die Zinsen. Schließlich sinkt bei gefragten Immobilien das Risiko für die Banken, dass sie ihr Geld nicht zurückerhalten.
  • Höhe des Darlehens
    Viele Banken vergeben Top-Zinsen nur für bestimmte Mindest- oder Höchstsummen. In diesem Korridor sind Top-Zinsen zu erwarten, für niedrigere oder höhere Darlehenssummen steigt der Zinssatz.
  • Eigenkapital
    Als Faustregel gilt: Je weniger Sie das Darlehen benötigen, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen. Denn umso mehr Geld Sie haben, desto geringer ist das Risiko der Bank. Daher hält viel Eigenkapital den Zinssatz niedrig.
  • Sollzinsbindung
    Keine Bank kann voraussehen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln. Eine lange Laufzeit der Zinsbindung kostet daher einen Zinsaufschlag. Derzeit sind die Zinsen niedrig. Daher empfiehlt es sich trotz Aufschlag: Sichern Sie sich die günstigen Konditionen für möglichst viele Jahre.
  • Tilgungshöhe
    Wenn Sie bereits am Anfang viel zurückzahlen, zahlen Sie das Darlehen insgesamt schneller zurück. Das verringert das Risiko der Bank und wird mit Top-Zinsen belohnt. Entscheiden Sie sich für ein Volltilger-Darlehen? Dann erhalten Sie meist einen Abschlag auf den Zinssatz. Auch auf diesem Weg können Sie sich Top-Zinsen sichern. Bitte vergleichen Sie die verschiedenen Darlehensarten sehr sorgfältig.
  • Sondervereinbarungen
    Um Ihre Immobilie bestmöglich zu finanzieren, können einige zusätzliche Vereinbarungen helfen, etwa:
    - eine möglichst lange Phase ohne Bereitstellungszinsen
    - kostenlose Sondertilgungen
    - die Möglichkeit, die Tilgungshöhe anzupassen.
    Nicht jeder Darlehensgeber bietet diese Möglichkeiten, und auch die Konditionen können stark schwanken. Nur wenn Sie wirklich viele Angebote vergleichen, erhalten Sie ein individuell zugeschnittenes Darlehen mit Top-Zinsen
  • Marge der Bank
    Jede Bank erhebt einen Aufschlag auf den Marktzinssatz. Damit decken sie ihre Kosten und erwirtschaften ihren Gewinn. Auch daher gilt es, möglichst viele Angebote von Banken zu vergleichen.
In der Regel berücksichtigt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für ein Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich.
Ihr Nachbar / Ihre Nachbarin erhält Top-Zinsen von Bank A? Dann muss das für Sie nicht gelten und vielleicht bietet für Sie Bank B den besseren Zinssatz. Daher ist der Vergleich so wichtig.
Bei uns erhalten Sie ihn ganz unverbindlich. Die Expertinnen und Experten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie handeln in Ihrem Interesse. Gemeinsam vergleichen Sie Angebote von über 500 Anbietern. So finden Sie bestimmt Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt - und Ihnen den Traum vom eigenen Haus erfüllt.
Generell nutzt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für das Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich. Wenn Ihr Nachbar Top-Zinsen von Bank A erhält, kann für Sie Bank B den besseren Zinssatz im Angebot haben. Nutzen Sie deshalb unbedingt die Möglichkeit zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich. So finden Sie die Bank, die Ihnen für Ihren Traum vom Haus die besten Hypothekenzinsen anbietet. Die Baufinanzierungsexperten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie nehmen gemeinsam mit Ihnen einen Vergleich der Angebote von mehr als 500 Anbietern zur Baufinanzierung vor. So finden Sie immer Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt.
Wichtig: Auch wenn die Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen aktuell volatil sind. Schließen Sie nichts voreilig ab. Planen Sie Ihr Immobiliendarlehen vielmehr wohlüberlegt. Und dazu gehört ein sorgfältiger Vergleich der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um auf dem Laufenden zu bleiben. Gut beraten sind Sie nur mit objektiven Expertinnen und Experten, die Sie über mögliche Darlehensvarianten aufklären und mit allen wichtigen Informationen versorgen.

Kurz und knapp: Das sagen die Fachleute

Der Spagat zwischen einer Normalisierung der Geldpolitik und der Schadenabwendung für die Wirtschaft wird immer schwieriger. Viele der von uns befragten Experten sehen die Rhetorik der Notenbanken mittlerweile im Markt eingepreist. Das Risiko extrem weiter steigender Zinsen sollte damit etwas abnehmen. Eine Seitwärtsbewegungen wird aktuell wahrscheinlicher.

Allianz

"Die US-Notenbank Fed hat deutlich signalisiert die Zinsen weiter zu erhöhen. Mit einer weiteren Leitzinserhöhung von 50 bis 75 Basispunkten ist im November zu rechnen. Aufgrund der anhaltenden hohen Inflation wird die EZB ebenfalls weitere Zinserhöhungsschritte bis zum Jahresende durchführen. Diese sollten jedoch bereits durch den Markt berücksichtigt sein, sodass mit keinem stärkeren Zinsanstieg bis zum Jahresende zu rechnen ist. Je nach wirtschaftlicher Entwicklung in den USA und Europa ist eine Senkung der Leitzinsen perspektivisch in 2023 möglich."

Commerzbank

"Die Notenbanken haben ihre Leitzinsen so kräftig angehoben, dass jetzt mehr und mehr die nachlassende konjunkturelle Dynamik in den Vordergrund rücken dürfte. Bereits im ersten Quartal 2023 dürften die Höhepunkte der Leitzinsen erreicht sein, in den USA bei 5,0 Prozent und im Euroraum bei 3,0 %. Das preisen die Märkte mehr oder weniger auch so ein. Danach dürfte die EZB eine Zinspause einlegen, die Fed könnte in der zweiten Jahreshälfte 2023 die Leitzinsen wieder leicht senken. Der Höhepunkt der Renditen dürfte deutlich vor dem Leitzinsgipfel erreicht werden. Hier rechnen wir mit 4,20 % bis 4,50 % bei 10-jährigen US-Treasuries und von 2,50 % bis 2,75 % für 10-jährige Bundesanleihen."

Deutsche Bank

"Der aktuelle Zinssprung ist auf die weitere Beschleunigung der Verbraucherpreisinflation und die damit einhergehende restriktiver werdende Zentralbankpolitik zurück zu führen. Aktuell ist bereits ein sehr steiler Zinsanhebungspfad der EZB von einem Einlagenzinssatz auf über 3 % von aktuell 0,75 % bis nächsten Sommer eingepreist. Weitere Anpassungen nach oben sind zum aktuellen Zeitpunkt unwahrscheinlich."

HypoVereinsbank

"Die Märkte preisen für die EZB mittlerweile Leitzinsanhebungen bis 3 % ein. Infolgedessen sind die Kapitalmarktrenditen und mit ihnen auch die Hypothekenzinsen noch weiter angestiegen. Unserer Einschätzung nach dürften wir uns nun im Bereich der Hochs bewegen. Auf mittlere Sicht sehen wir sogar Chancen für einen leichten Rückgang der Kapitalmarktrenditen."

ING Deutschland

"Der Zinsmarkt ist aktuell in großer Unruhe. Die hohe Inflation, die EZB, die weiterhin machtlos erscheint und aufkommende Zweifel an der Fähigkeit europäischer Regierungen weitere Konjunkturpakete bezahlen zu können, haben die Zinsen weiter nach oben getrieben. Kurzfristig sollte dieser Trend so weitergehen. Zum Jahresende könnten EZB und Fed allerdings deutlich signalisieren, dass das Ende der Zinserhöhungen in Sicht ist. Fallende Kapitalmarktzinsen wären die Folge."

PSD Bank RheinNeckarSaar

"Die Situation ist nahezu unverändert. Die Teuerungsraten bleiben auf sehr hohem Niveau währenddessen die Konjunktur weiter schwächer wird. Möglicherweise muss auch die EZB, wie die FED, ihren restriktiven Kurs früher beenden als ursprünglich geplant. Auch die Anleihekäufe könnten wieder verstärkt aufgenommen werden. Wir erwarten, dass der Inflationsdruck die Zinsen eher weiter nach oben befördert."

Santander

"Dass die Zinsen zeitnah spürbar sinken, dürfte unwahrscheinlich sein. Die Inflation in Europa und insbesondere in Deutschland könnte unter Umständen noch etwas anziehen und die Notenbanken entsprechend weiter zum Handeln zwingen. Die Zinsdynamik dürfte aber im kommenden Jahr etwas schwächer ausfallen."

Sparkasse Hannover

"Die Verschärfung der Energiekrise führt die Eurozone im Jahr 2023 in eine Rezession. Aufgrund der starken Inflationsdynamik dürfte die EZB bis Mitte nächsten Jahres den Einlagensatz auf 2,5 % und den Hauptrefinanzierungssatz auf 3,0 % anheben, während sich die langfristigen Zinsen insgesamt seitwärts bewegen."

Zins- und Marktumfeld

Nach dem Zinsschritt ist vor dem Zinsschritt: Nach diesem Motto handeln derzeit die Notenbanken, um die extreme Inflation einzudämmen. Trotz der zunehmenden Konjunkturrisiken haben die die Währungshüter weiter an der Zinsschraube gedreht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei der jüngsten Sitzung Ende Oktober wie bereits im September einen Jumbo-Zinsschritt von erneut 75 Basispunkten vorgenommen. Auch die US-amerikanische Zentralbank (FED) hatte den Leitzins im September bereits zum dritten Mal in Folge ungewöhnlich kräftig um einen Dreiviertel-Prozentpunkt auf eine Spanne von 3,00 bis 3,25 % gehievt. Anfang November könnte ein weiterer großer Zinsschritt erfolgen.
Die Inflation zeigt sich davon wenig beeindruckt. Sie liegt in den USA noch immer bei gut 8 % und in der Eurozone bei zuletzt knapp unter 10 %. Auch wenn die Erfolge bei der Inflationsbekämpfung ausbleiben, mehren sich mittlerweile die Stimmen, die vor den negativen Auswirkungen der strafferen Geldpolitik auf Wirtschaft und Wohlstand warnen. In der Eurozone deuten Indizes und Konjunkturindikatoren auf eine Rezession hin. Bei aller Entschlossenheit in der Inflationsbekämpfung werden die Notenbanker genau abwägen müssen, welche Risiken sie dafür in Kauf nehmen. Das sollte das Aufwärtspotenzial beim Baugeld begrenzen.

Interhyp-Expertenrat

Die höheren Zinsen bei Immobiliendarlehen bedeuten nicht zwangsläufig das Aus des Immobilientraums. Immobilienkaufende mit finanziellen Reserven können und sollten versuchen, mehr Eigenkapital in ihre Finanzierung einzubringen. Dadurch lässt sich der Fremdkapitalanteil senken, wodurch die höheren Zinskosten etwas weniger ins Gewicht fallen und sich darüber hinaus die Konditionen verbessern.
Ein weiterer Hebel sind Bausparverträge. Die Bausparkassen bieten im Marktumfeld derzeit relativ niedrige Zinsen, die sich lange im Voraus sichern lassen. Interessenten sollten sich informieren, ob und wie sie ihren Bausparvertrag in ihre Finanzierung einbinden können. Das gilt nicht nur für jene Kaufende, die in den vergangenen Jahren entgegen dem Trend einen Bausparer abgeschlossen haben. Der Bausparvertrag als Finanzierungsbaustein ist auch für Interessenten im Jetzt ein Mittel, den künftigen Immobilienerwerb zu strukturieren oder die Erst- und Anschlussfinanzierung günstig mit langen Zinssicherungen auszugestalten. Auch als Vorsorge zur Sanierung kann sich ein Bausparer anbieten.

Darlehenszinsen im Allgemeinen - das sollten Sie wissen

Die Darlehenszinsen sind ein aktuell großes Thema. Denn noch immer sind die Kreditzinsen auf einem äußerst geringen Niveau. Dies gilt keinesfalls nur für die Bauzinsen. Sie erhalten beispielsweise auch Ratenkredite zu aktuell sehr niedrigen Zinssätzen. Bevor Sie einen Kredit aufnehmen, sollten Sie jedoch einiges über Darlehenszinsen wissen.

Wonach richtet sich die Höhe der Darlehenszinsen?

Die Höhe der Darlehenszinsen wird von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflusst. Dazu zählen sowohl innere als auch äußere Faktoren, insbesondere:
  • Leitzinsen bzw. allgemeines Zinsniveau am Markt
  • Darlehensart
  • Bonität des Kunden / der Kundin
  • Darlehenssumme und Laufzeit
  • Sicherheiten
Für Sie interessant: Die Darlehenszinsen hängen auch von der Kreditart ab. So zahlen Sie beispielsweise für einen Dispositionskredit auch 2021 noch Zinssätze von teilweise 10, 11 oder sogar 12 %. Einen Ratenkredit erhalten Sie hingegen im günstigsten Fall sogar zu einem Zins von unter 2 %. Noch günstiger sind derzeit Immobilienkredite. Denn sie werden mittlerweile schon zu vorteilhaften Zinssätzen vergeben.

Wie werden die Darlehenszinsen berechnet?

Sie berechnen Darlehenszinsen relativ einfach. Sie benötigen dazu lediglich die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit des Darlehens sowie den Zinssatz, den die Bank veranschlagt. Auf dieser Grundlage können Sie den zu zahlenden Darlehenszins berechnen, ebenso wie die monatliche Kreditrate.
Bei einem Immobilienkredit kommt als Besonderheit hinzu: Die Höhe der zu zahlenden Darlehenszinsen nimmt im Laufe der Jahre ab. Dies geschieht durch die Tilgungsverrechnung, die meist monatlich stattfindet.
Sie bewirkt nämlich, dass Ihre Restschuld um die bereits geleistete Tilgung reduziert wird. Denn die Darlehenszinsen werden bei einem Hypothekenkredit ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Restschuld ermittelt. Somit wird die Zinssumme im Laufe der Zeit immer geringer. Auf der anderen Seite erhöht sich die Tilgung, wenn Sie sich für ein Annuitätendarlehen entschieden haben. Dort bleibt die monatliche Kreditrate nämlich immer gleich, sodass sich nur das Verhältnis von Tilgung und Zinsen verschiebt. Mit dem Finanzierungsrechner von Interhyp können Sie berechnen, wie wie sich Zinssatz und Tilgungshöhe auf Ihre Immobilienfinanzierung auswirken
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