Interhyp in der Presse

Immobilienboom: Trotz höherer Kaufpreise verschulden sich Darlehensnehmer nicht stärker

(München, 5. Februar 2013) Die vor allem in Großstädten steigenden Kaufpreise für Häuser und Wohnungen nähren die Furcht vor einer Immobilienblase. Doch Bauherren und Käufer reagieren besonnen auf die Preisentwicklung und verschulden sich heute nicht wesentlich stärker als noch vor zwei Jahren, berichtet Interhyp, Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen. Laut einer Auswertung von mehr als 55.000 Darlehensabschlüssen sind die durchschnittlichen Finanzierungssummen in etwa gleich geblieben. "Die Zahlen zeigen, dass Kreditnehmer jetzt sicherheitsorientiert handeln und einer Überschuldung vorbeugen wollen", erläutert Michiel Goris, Vorstand der Interhyp AG. "Sie stecken offenbar lieber ihr Eigenkapital in Haus oder Wohnung anstatt einen zu hohen Kredit aufzunehmen: In den letzten Monaten sinkt der Anteil der Beleihung sogar".

Die durchschnittlichen Finanzierungssummen von Bauherren und Käufern bewegen sich in den letzten zwei Jahren in etwa im Bereich zwischen 190.000 bis 200.000 Euro, wobei die durchschnittliche Summe im Dezember 2012 mit rund 193.000 Euro sogar unter dem Wert vom Januar 2011 mit rund 198.000 Euro lag. Der durchschnittliche Beleihungsauslauf, also der Anteil, zu dem die Immobilie beliehen wird, ist in den vergangenen Monaten sogar leicht gesunken, er liegt derzeit bei rund 75 Prozent.

In Ländern wie den USA, Irland oder Spanien hatte nach dem Preisverfall auf dem Immobilienmarkt eine zu starke Verschuldung mit dazu geführt, dass etliche Eigenheimbesitzer ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten. Goris: "Viele Bauherren und Käufer in Deutschland wollen solchen Gefahren vorbeugen und finanzieren ihre Immobilie in der aktuellen Phase steigender Kaufpreise eher konservativ, mit langen Laufzeiten, hoher Tilgung und einem relativ hohen Eigenkapitalanteil." Interhyp rät derzeit zu Sollzinsbindungen von fünfzehn bis zwanzig Jahren, einer Tilgung von mindestens zwei, besser drei bis vier Prozent, und zu einem Eigenkapitalanteil von möglichst mindestens 20 Prozent.