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Interhyp-Zinsupdate: Das bedeutet die Leitzinssenkung für die Bauzinsen und den Immobilienmarkt

Interhyp-Zinspanel erwartet in den kommenden Wochen mehrheitlich Bauzinsen zwischen 3,5 und 4 Prozent für 10-jährige Darlehen. Stabile Zinslage sorgt für bessere Planbarkeit und Leistbarkeit beim Immobilienkauf.

Publiziert am 06.06.2024
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München, 06. Juni 2024. Die Europäische Zentralbank EZB hat heute zum ersten Mal seit Herbst 2019 die Leitzinsen gesenkt. Was bedeutet die Zinswende für die Bauzinsen? Wie sollten sich Kaufinteressierte nun am besten verhalten? Experten geben Antworten.

Sinken nach der Leitzinssenkung jetzt die Bauzinsen?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe:

„Unserer Meinung nach wird die Leitzinssenkung der EZB keine spürbaren Auswirkungen auf die langfristigen Kreditzinsen haben, weil die Finanzmärkte bereits bis zu drei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte in diesem Jahr eingepreist haben.“

Die Zinsen für 10-jährige Immobilienkredite liegen laut Interhyp-Angebotszinsen derzeit bei 3,70 Prozent (Stand: 6.6.2024).

Wo werden die Zinsen für 10-jährige Kredite voraussichtlich im Herbst 2024 liegen?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe:

„Die monatlich von uns befragen Zinsexpertinnen- und Experten gehen mehrheitlich davon aus, dass das Zinsniveau in den kommenden Monaten auf gleichbleibendem Niveau in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent für 10-jährige Darlehen liegen wird. Schwankungen sind dabei jederzeit möglich.“

Werden wir im zweiten Halbjahr 2024 weitere Leitzinssenkungen durch die EZB sehen?

Dazu Carsten Brzeski, Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING:

„Meiner Meinung nach werden im weiteren Verlauf des Jahres kaum weitere Zinssenkungen folgen. Die Gefahr einer Rückkehr der Inflation ist immer noch zu hoch.“

Werden die gefallenen Leitzinsen die Entwicklung der Immobilienpreise beeinflussen?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe:

„In Erwartung von Zinssenkungen durch die EZB haben die Bauzinsen bereits reagiert und sind Ende 2023 spürbar gesunken. Seitdem bewegen sie sich in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent für zehnjährige Darlehen. Dieser Zinsabschwung hat auch die Nachfrage angekurbelt, was wiederum den Druck auf die Preise erhöht hat.

Die Daten unseres Interhyp-Immobilienindex zeigen, dass die Preise seit Jahresbeginn deutschlandweit um 1,5 Prozent gestiegen sind. Die Tendenz zeigt also leicht nach oben.“

Sollten Kaufinteressierte besser noch warten mit dem Immobilienkauf?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe:

„Es lohnt sich nicht, mit dem Immobilienkauf zu warten. Eine Rückkehr in die Niedrigzinsphase werden wir so schnell nicht sehen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, das Kaufvorhaben anzugehen, denn die Immobilienpreise sind (noch) auf einem niedrigeren Niveau und können verhandelt werden. Zudem gibt es deutlich mehr Angebot als zu Zeiten der niedrigen Bauzinsen. Wichtig ist ein enger Austausch mit einem Finanzierungsspezialisten, der das Zinsniveau im Blick hat, Anbieter vergleicht und alle für die Finanzierung relevanten Unterlagen zusammenstellt, so dass Kaufinteressierte jederzeit schnell reagieren können.“

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