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INTERHYP-ZINSBERICHT SEPTEMBER 2020

Interhyp-Zinsbericht

Das eigene Zuhause rückt in den Fokus

Aktuelle Zinsprognose und Finanzierungstipp im Video. Diese Themen erwarten Sie:

  • Bauzinsen haben sich zuletzt auf niedrigem Niveau seitwärts bewegt
  • Wirtschaft zwischen Hoffen und Bangen
  • Vier von zehn Experten sehen einen leicht steigenden Zinstrend auf Jahressicht

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Mit dem Ende der Sommerferien und der Rückkehr aus dem Urlaub fragen sich viele Menschen, wie Corona unser Leben in den nächsten Monaten und weiteren Zukunft beeinflussen wird. Steigende Fallzahlen mehren einerseits Sorgen. Vereinzelt verbesserte Konjunktur- und Wirtschaftsdaten sowie Erwartungen an einen möglichen Impfstoff lassen andererseits Hoffnungen aufkommen. Wir sehen, dass in der Corona-Krise viele auch über die eigene Wohnsituation anders nachdenken und diese in Hinblick auf die Zukunft neu bewerten. Ein eigenes Zuhause hat an Stellenwert gewonnen. Das zeigt die hohe Nachfrage nach Finanzierungen bei uns – und auch die steigenden Kaufpreise. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden trifft auch im September auf anhaltend günstige Zinsen bei Immobiliendarlehen: Für zehnjährige Darlehen liegen sie weiterhin deutlich unter einem Prozent. Laut dem Interhyp Bauzins-Trendbarometer bleibt das günstige Niveau erhalten und auch auf Jahressicht sind gleichbleibende bis leicht steigenden Zinsen zu erwarten. Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Immobilie zu erwerben, sollte sich vorher gut zur Finanzierung beraten lassen. Bei Interhyp geht das auch jetzt ganz leicht: Mit der Video-Beratung bequem von Zuhause aus, klassisch per Telefon oder auch vor Ort, unter Einhaltung der Abstandsregeln, in einem unserer Standorte in ganz Deutschland."

Die Konditionen für Immobiliendarlehen haben sich im August überwiegend seitwärts bewegt. Die Zinsen für zehnjährige Darlehen liegen mit rund 0,7 bis 0,8 Prozent nur knapp über ihrem Allzeittief. Kredite mit fünfjähriger Zinsbindung liegen derzeit auf ähnlichem Niveau. Selbst Darlehen mit 15 oder 20 Jahren Zinsfestschreibung können Anfang September im Schnitt für rund 1 Prozent beziehungsweise rund 1,2 bis 1,3 Prozent aufgenommen werden. Wer Zinssicherheit möchte, muss dafür also kaum tiefer in die Tasche greifen. Wie günstig Darlehen aktuell sind, verdeutlicht ein Blick zurück. Das Zinsniveau für Baufinanzierungen liegt heute bei nur etwa einem Viertel der vor zehn Jahren üblichen Konditionen. Die sehr niedrigen Zinsen für Immobilienfinanzierungen ermöglichen leistbare Kreditraten. Daher bleibt die Immobilie weiter interessant für Eigennutzer und mangels Anlagealternativen auch für Kapitalanleger.

Das Niedrigzinsumfeld, das schon lange anhält, hat den Baufinanzierungsmarkt verändert, wie unsere große Studie gerade gezeigt hat. So ist das Bedürfnis nach Sicherheit gestiegen, viele bringen heute mehr Eigenkapital ein und tilgen höher als früher. Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach Immobilien, insgesamt gesehen, bisher nicht gestoppt.

* Expertenpanel siehe unten

Wie Sie bei Interhyp eine günstige Finanzierung finden, die genau zu Ihren Bedürfnissen passt, zeigt Finanzierungsexperte Dominik Wensker im aktuellen Video auf YouTube:

Zins- und Marktumfeld

Nachdem die Zentralbanken und Regierungen im Frühjahr und Frühsommer umfangreiche finanzielle Hilfen auf den Weg gebracht haben, ist es an den Märkten während der Sommerferien eher ruhig zugegangen.

Politisch dominieren Themen wie die Wahl in den USA sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China, die Vormachtstellung bei digitalen Infrastrukturen und Datenhoheiten wird neu ausgelotet. Interessant sind zudem aktuelle Währungsentwicklungen. Der niedrigere Dollar etwa soll die US-amerikanische Wirtschaft stärken, was für exportorientierte Länder wie Deutschland eher von Nachteil ist.

Das bestimmende Thema bleibt jedoch die Corona-Pandemie. Die weltweiten Lockdowns haben die Wirtschaften in nahezu allen Ländern empfindlich getroffen. Die Stimmung hat sich zwar im Vergleich zum Frühjahr deutlich verbessert – an den Börsen haben die Kurse zeitweise entweder fast Vor-Corona-Niveau erreicht wie beim deutschen Leitindex DAX oder diese überschritten wie beim amerikanischen Pendant Dow Jones.

Gleichzeitig besteht aber eine erhöhte Insolvenzgefahr als Nachwehe des Lockdowns. Eine mögliche zweite Infektionswelle könnte dem Aufschwung und vor allem der Zuversicht für die Konjunktur erheblich zusetzen – zumal sich der geldpolitische Handlungsspielraum der Zentralbanken nach den zahlreichen Interventionen nicht vergrößert hat. Auch die Regierungen können durch wegbrechende Steuereinnahmen und höhere Verschuldungen nicht mehr so beherzt aus dem Vollen schöpfen wie im Frühjahr. Erhebliche Hoffnungen ruhen daher auch auf einem möglichen Impfstoff gegen Covid-19.

Anleger investieren deswegen einerseits in Hoffnung und Zukunft, wie im Speziellen manche Aktienkurse von Biotech-Unternehmen und im Allgemeinen Aktienindizes in den letzten Monaten zeigen. Andererseits setzen sie auf Sicherheit. Ein Beispiel dafür ist auch der Höhenflug des Goldpreises in den Monaten nach März. Sicherheit bieten in den Augen der Investoren weiterhin deutsche Staatsanleihen. Durch die hohe Nachfrage verharren deren Renditen im negativen Bereich. Das hält auch die Konditionen für Immobilienkredite tief, deren Refinanzierung sich neben den Leitzinsen unter anderem auch an den Renditen deutscher Staatsanleihen orientiert.

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Positiven Impulsen bei der Wirtschaftsentwicklung stehen Sorgen vor einer neuen Corona-Welle gegenüber. Die Geldpolitik der Notenbanken ist darauf ausgerichtet, die Märkte und die Inflation durch günstige Zinsen zu beleben. Alle von uns befragten Experten prognostizieren kurzfristig ein gleichbleibendes Niveau, auf Halbjahres- oder Jahressicht halten vier von zehn Instituten wieder steigende Zinsen für möglich, die Mehrheit erwartet aber immer noch gleichbleibend niedrige Zinsen.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Immer öfters hört man Stimmen, dass gerade bei den langen Laufzeiten der Bullenmarkt (hohe Kurse = niedrige Zinsen) schon seit 30 Jahren ununterbrochen anhält und dies unerwartete Überraschungen bergen kann. Diese Vorsicht begünstigt aus technischen Gründen leichte Zinssteigerungen für lange Zinsbindungen."

  • Commerzbank: "Die wirtschaftliche Erholung bleibt zäh und die Inflationserwartungen niedrig. Die EZB dürfte die Zinsen auf absehbare Zeit im negativen Bereich halten und zusammen mit den Anleihekäufen einen merklichen Anstieg der Zinskurve verhindern. Dadurch bleiben die Bundrenditen weiter fest verankert um die derzeitigen Niveaus."

  • Deutsche Apotheker Bank: "Die wirtschaftliche Erholung setzte sich zwar in den letzten Wochen fort, nicht jedoch mehr in der gleichen Geschwindigkeit wie zuvor. Zudem schauen die Märkte derzeit genau auf die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie, da sich die Anzeichen einer zweiten Welle mehren. Kurzfristig rechnen wir daher mit einem gleichbleibenden Zinsniveau. Auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten könnte die Zulassung eines Impfstoffes sich belebend auf die Wirtschaft auswirken und für ein leicht steigendes Zinsniveau sprechen."

  • HypoVereinsbank: "Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist darauf ausgerichtet, ein allgemein niedriges Renditeniveau sicherzustellen. Beispielsweise wird zusätzliches Staatsanleiheangebot durch ausgeweitete Wertpapierkäufe der EZB im Sekundärmarkt absorbiert. Diese geldpolitische Ausrichtung dürfte die Notenbank auf absehbare Zeit nicht ändern. Das Renditeniveau dürfte daher für längere Zeit auf dem derzeit niedrigen (negativen) Niveau verharren."

  • ING: "Es wird bis zum heißen Herbst dauern, bis die Märkte ihre neue Richtung gefunden haben. Erst dann wird deutlich werden, was nach dem v-förmlichen Aufschwung in den ersten Monaten der Lockerungen folgen wird. Die Dynamik wird sich deutlich verlangsamen, wodurch trotz steigender Staatsverschuldung und EZB-Lockerung der Anstieg der Kapitalmarktzinsen sehr gering ausfallen sollte."

  • Münchner Hypothekenbank: "Die wieder etwas ansteigenden Fallzahlen an Covid-19-Infizierten bergen das Risiko einer schwächeren wirtschaftlichen Erholung als zunächst angenommen. Nachdem die EZB kaum mehr Zinssenkungen vornehmen kann, wird das aktuelle Zinsumfeld vermutlich noch länger bestehen bleiben und sich wenig ändern. Positive Überraschungen bzgl. der Pandemie-Entwicklung (z.B. Durchbruch bei Impfstoff-Entwicklung) könnten einen leichten Zinsanstieg vor allem in längeren Laufzeiten auslösen."

  • Postbank: "Nach umfangreichen Stützungsmaßnahmen im Rahmen der Corona-Krise sind von der Europäischen Zentralbank vorerst keine nennenswerten Maßnahmen mehr zu erwarten. Die Wirtschaft befindet sich auf Erholungskurs, während die Inflation im Euroraum auf einem moderaten Niveau verharrt. Die für die Entwicklung der Baufi-Zinsen wichtigen Kapitalmarktrenditen dürften sich daher auf Jahressicht nicht substanziell verändern."

  • Sparkasse Hannover: "Positive Entwicklungen wie die sich weiter materialisierende wirtschaftliche Erholung sowie die grundsätzliche Einigung über den EU-Wiederaufbaufonds werden aktuell überschattet von Sorgen über eine zweite Infektionswelle und einen sich verlangsamenden Aufschwung. Investitionen in sichere Anlagen wie deutschen Staatsanleihen bleiben daher attraktiv und verhindern einen Zinsanstieg. Mittel- bis langfristig sollten die fundamentalen Faktoren, die für einen Zinsanstieg sprechen, jedoch überwiegen."

* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Experten der Allianz, der Commerzbank, der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar und der Sparkasse Hannover zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.

** Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 0,69% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 0,69% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 30 Jahre 1 Monat, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 615,00 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 76.300. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 137.900,05 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Aktuelles Zinsniveau

0,69%/0,69% **

gebundener Sollzins/effektiver Jahreszins für zehnjährige Darlehen

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Bester Baufinanzierer (Euro 08/2020)

Interhyp wurde bereits zum fünfzehnten Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.